Mit Datenband in die neue Badelandschaft

Die Einrichtung der Sächsischen Staatsbäder in Bad Brambach hat nach der Sanierung wieder geöffnet. Was ist neu für Besucher? "Freie Presse hat sich umgeschaut.

Bad Brambach.

Gabriele Jäsch aus dem Sauerland muss sich erst einmal daran gewöhnen. Von Kathrin Below und Jana Pasold hat sie ein blaues Armband erhalten, hält es an einem der drei Drehkreuze an den Bildschirm. Ein blauer Kreis leuchtet auf und bedeutet: Eintritt frei, Schranke auf. Gabriele Jäsch schnappt sich ihre Tasche und ab geht es ins Vergnügen, um etwas für das körperliche Wohlbefinden zu tun. Ihr Mann wartet schon.

Es hat sich viel getan seit dem 1. August, als in der Bade- und Saunalandschaft damit begonnen wurde, eine Generalsanierung vorzunehmen, unter anderem mit neuer Badewassertechnik, Fliesenverlegung und großzügiger Gestaltung im Umkleidebereich sowie moderne Ausstattung der Sanitäranlagen. "Eigentlich wollten wir schon am 1. September wieder eröffnen, auch mit Gewährleistung der Gesundheits- und Therapiedienstleistungen. Bedingt durch Corona hat sich das aber verschoben. Auch wenn noch nicht alles bis ins letzte Detail fertig ist, sind wir froh, dass es jetzt soweit ist", so Standortmanager Michael Schubert.

Bis ins letzte Detail - das meint beispielsweise, dass im neugestalteten Eingangsbereich noch Sitzmöbel und Grünpflanzen fehlen, die zusätzlich für einladende Wohlfühlatmosphäre sorgen sollen.

Auch die Touristinformation, die derzeit noch im Kolonadencafé ihren Sitz hat, wird künftig hier ihren Platz haben. Gästen wie Gabriele Jäsch - sie gehörten zu den ersten Besuchern nach der Neueröffnung - werden auf jeden Fall Veränderungen im Eingangs- und Kassenbereich auffallen. Durch Herausziehen der Fassade ist er größer geworden, die Drehtür durch eine selbstöffnende Tür ersetzt. Beim Verlassen des Gebäudes ist sie individuell durch einen Tastschalter zu betätigen. Für die Mitarbeiter im Gästeservice ist ein großzügiger Bereich geschaffen.

Die vielleicht wichtigste Neuerung: ein elektronisches System. Der Durchgang ins Gebäude ist jetzt mittels drei Drehkreuzen möglich. Ein beim Service erhältliches Armband dient dabei quasi als Eintrittskarte für das ganze Haus.

Michael Schubert: "Das hilft uns hinsichtlich Marketing. Dadurch bekommen wir beispielsweise davon Kenntnis, wann der Eintritt war, welche Bereiche im Haus einschließlich der Caféteria wie lange genutzt wurden, ob jemand die gewünschte Aufenthaltsdauer überschritten hat oder ob etwas nachgezahlt werden muss. Persönliche Daten der Besucher werden dadurch aber nicht erfasst. Die Armbänder mit integriertem Chip haben wir auch im Hinblick auf das neue Therapiezentrum eingeführt."

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