Mit nur 32 Jahren: Plauener Fußballer an Krebs gestorben

Auf ganz viel Lachen folgten ganz viele Tränen. Doch die Sportfreunde von Eric Günzel rücken zusammen und wollen nun seiner Familie mit einem Benefizspiel helfen.

Plauen.

Wenn am Freitagnachmittag die Familie, die Freunde und die Sportkameraden von Eric Günzel zusammenkommen, dann wird die Hauptperson fehlen. Der Fußballkapitän ging viel zu früh von Bord. Eric schlief am 5. August 2020 in den Armen seiner geliebten Madita friedlich ein. Er wurde nur 32 Jahre.

Die Ehefrau und ihre beiden Söhne erlebten in den vergangenen vier Jahren ein Wechselbad der Gefühle. Krankenschwester Madita und Patient Eric lernten sich in der Spezialklinik in Berlin-Buch kennen und lieben. Voller Hoffnung und Tatendrang kämpfte der Plauener dort gegen den Knochentumor Osteosarkom im Knie.

"Eric war ein wunderbarer, fröhlicher Mensch. Einer, der immer das Positive und nach vorn gesehen hat. Es ist so unfassbar bitter, dass wir ihn gehen lassen mussten", trauern Sportkamerad Andreas Höhn und seine Freunde mit der Familie und allen Angehörigen. Kommenden Freitag versammelt er sich mit seinen Fußballkumpels auf dem Echosportplatz (Haselbrunner Straße 147), um der Familie zu helfen.

"Madita hat sich für ihren Mann aufgeopfert. Es ist für uns Verpflichtung und Ehrensache zugleich, dass wir dieser tollen Familie Trost und auch Geld spenden", sagen die Freunde von Eric, der in Berlin so wunderbar in die Vaterrolle hineingewachsen war und seine Madita vor zwei Jahren heiratete. Eric führte ein Leben, als ob es die Krankheit nicht gäbe. 2018 schrieb er seine Diplomarbeit. Als Betriebswirtschaftsingenieur hätte ihm die Welt offen gestanden, die er so gerne bereiste: Rhodos, Marbella, Mallorca, die Algarve oder sein Budapest und erst Recht die geliebte Ostsee! Am Ende zog es ihn immer wieder in die Heimat - nach Berlin und Plauen. Doch der erfolgreiche Fußballer, der bereits mit fünf Jahren beim FC Fortuna dem runden Leder nachjagte und dessen Laufbahn als Kapitän des SpuBC 90 Plauen mit einem Kreuzbandriss endete, sollte diesen einen Kampf verlieren. Seine beste Freundin Nicole Roßner war wie Andreas Höhn in der letzten Sekunde bei ihm. Sie sagt: "Als Eric spürte, dass er gehen muss, hat er alles dafür getan, dass seine Familie und wir als Freunde ihn noch ein Stück bei uns haben können. Zeit ist unglaublich wertvoll. Viele bemerken das nur viel zu spät."

So verbrachte Eric Günzel seine letzten Wochen nicht in einer Klinik, sondern im Kreis seiner Lieben. Diese Zuwendung hat nicht nur viel Kraft, sondern auch viel Geld gekostet. Andreas Höhn bittet deshalb: "Wer in dieser schwierigen Zeit trotz Corona- und Wirtschaftskrise ein paar Euro entbehren kann, möge das Geld am Freitag auf den Echoplatz bringen. Lasst uns Madita helfen!"

Die Sportanlage öffnet 15.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen. 17.30 Uhr folgt ein Benefizspiel zwischen dem SpuBC-Team von 2016/2017 und der Eric-Günzel-Freunde-Auswahl. Plauener Unternehmen haben Produkte für die Versorgung kostenfrei zur Verfügung gestellt, so dass alle Erlöse des Tages und der Eintritt (3 Euro pro Erwachsener, Kinder bis 14 Jahre frei) vollständig an Erics Frau und die beiden sechs- und achtjährigen Kinder gehen.

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