Mit Obstwiesensommer kehrt Leben auf den Riedelhof zurück

In kleinerem Rahmen als in den Vorjahren fand am Samstag im Erlbacher Ortsteil Eubabrunn die erste größere Veranstaltung in diesem Jahr statt. Gekürt wurden dabei die Sieger im Sensenwettbewerb und im Streuobstwiesenwettbewerb.

Erlbach.

Musik spielte an diesem Nachmittag eine wichtige Rolle, was einerseits an dem Quartett Lyrock Adorf lag, das mit Vertonungen von Gedichten für eine gedankenschwere Kurzweil bei den Besuchern sorgte. Anderseits lag es am Gesang von Sensen. Neun Mannsbilder beteiligten sich an einem Mähwettbewerb. Um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen, hatten die Juroren Christoph Mann, Tilo Adler und Michael Beyer jeweils zwei mal fünf Meter große Parzellen in Hanglage und mit bereits eingewachsenem Altgras abgesteckt. Dennoch sah es überwiegend fast spielerisch aus, wie die Sensenmänner ihr Mähwerk verrichteten. Ganz so, wie es Christoph Mann auf den Punkte brachte: "Die Sense muss singen, dann geht es fast von allein".

Gewissermaßen als Enrico Caruso auf der Wiese erwies sich einmal mehr Albrecht Götz. Der Erlbacher senste sich nach den Bewertungs- kriterien Stoppelhöhe, Schwadablage und Restbestand auf den ersten Platz, vor Klaus Schädlich aus Rodewisch und Eckhard Künzel, ebenfalls aus Erlbach.

Auch wenn der Obstwiesensommer aus bekannten Gründen nur mit einem abgespeckten Programm stattfand, gehörte der Sensenwettbewerb zum Muss. Wie auch eine Kräuterwanderung mit Susanne Danz-Jacob, ein Obstbaumstammtisch und Miniatur-Bauernmarkt. Die Kinder ließen sich vom Märchenerzähler Bernd Müller mit der Geschichte "Wie der Bratapfel seine Liebe fand" in den Bann ziehen.

Neben etlichen Besuchern zählten auch Mitglieder des Sensendengelvereins Schwarzbach/Erzgebirge zu den Stammgästen. Sie dengelten nicht nur mitgebrachte Sensen in stoischer Ruhe wieder flott zum Mähen, sondern kamen nebenher unter anderem mit Florian Kaiser aus Markneukirchen in einen fachlichen Gedankenaustausch.

Ein Höhepunkt war am Samstag die Lüftung eines Geheimnisses: Wer sind die Sieger im Streuobstwiesenwettbewerb 2020 des Landschaftspflegeverbandes "Oberes Vogtland"? Mitte Juni hatte eine Fachjury die Flächen von sieben Bewerbern unter die Lupe genommen, Punkte für die Pflanzenvielfalt, Buntheit und Pflege der Wiese sowie den Zustand der Obstbäume vergeben. Es gewann Günther Köhler aus Falkenstein. Im Oktober wird ihm als Hauptpreis ein Hochstammobstbaum nachgereicht - vor der Naturschutzstation Pfaffengut Plauen und der Stadt Markneukirchen.

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