Momo kocht Kroatisch

Zurzeit wird in Rodewisch noch kräftig gebaut. Im Sommer öffnet dort ein Lokal. Auf der Speisekarte sollen dann Gerichte vom Balkan stehen.

Rodewisch.

Bald ist es so weit. Im Sommer öffnet eine neue Gaststätte in attraktiver Lage von Rodewisch ihre Türen. Dafür hat Holger Liebold, der Vorsitzende des Rodewischer Gewerbevereins, das Wohnhaus an der Rützengrüner Straße erworben und sanieren lassen.

Noch wird an dem Gebäude gebaut. Aber schon jetzt ist das freigelegte Fachwerk am Haus zu einem Hingucker geworden. Im Inneren wird noch kräftig gewerkelt. Die Gaststätte wird sich barrierefrei im Erdgeschoss auf 140 Quadratmeter präsentieren. Das Besondere: Sie bietet den künftigen Gästen den Blick zum neugestalteten Postplatz.

Für die Bewirtschaftung hat Liebold einen Gastronom gefunden, der mit Herz und Seele dabei ist und schon Pläne schmiedet. Es ist Miodrag Djurdjevic, von allen, die ihn kennen, Momo genannt. In der Region ist der Mann serbisch/kroatischer Abstammung durch seine mobile Spießbraterei bekannt geworden. Seit 24 Jahren lebt er inzwischen in Deutschland. Vor sieben Jahren wurde er in Schnarrtanne sesshaft.

In der Gaststätte will er seinen Gästen kroatisch/bosnische Gerichte anbieten. Das sei eine deftige Küche mit viel Fleisch, wie Hackfleischröllchen oder seine spezielle Momo-Platte mit Schinken und Bratenfleisch, so der Gastwirt. Auf seiner Speisekarte werden aber auch hiesige Gerichte, wie Roulade und Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen zu finden sein. Einschließlich der angebauten Holzterrasse mit Blick zum Postplatz bietet die Gaststätte etwa 80 Plätze. Das rustikal eingerichtete Vereinszimmer hat Plätze für 35 Gäste. In Zukunft kann dort zum Beispiel der Gewerbeverein tagen. Für den Biergarten an drei Seiten des Gebäudes veranschlagt Momo noch weitere 45 Plätze.

Auf einen Eröffnungstermin konnten sich Liebold und Momo noch nicht einigen. Während der Bauherr unbedingt zum Mittsommernachtsfest in Rodewisch am 21. Juni eröffnen will, empfiehlt Momo einen Termin im Juli. Wie er sagt, brauche er noch etwas Zeit für seine Vorbereitungen. Noch ist er auf der Suche nach einem Namen für seine Gaststätte. Vielleicht helfen ihm dabei seine ersten Gäste, die er an Himmelfahrt im Freien mit seinem mobilen Grill und einem Bierwagen bewirten will. Mit Aufnahme des Gaststättenbetriebs wird er jeden Samstag seine Braterei anwerfen.

Sanierung und Ausbau der Immobilie haben etwa anderthalb Jahre gedauert. Als erste können die Räume im Obergeschoss bezogen werden. Das werden Ferienwohnungen und Momos Büro. Im Gewölbe, das bei der Freilegung des Kellers gefunden wurde, wird das Bier gekühlt.

Das Haus von 1880, nach Liebolds Vermutung könnte es sogar noch älter sein, war das Gesindehaus des ehemaligen Hotels Rudolph. Dahinter lagen Stallungen, wo nun Raum für ausreichend Parkplatz geboten wird. Das Objekt mit allem Drum und Dran kostet den Bauherrn etwa 430.000 Euro. "Mehr als ich veranschlagt hatte. Aber die Stadt hat mich unterstützt und für mich einen Fördertopf gefunden", berichtet Holger Liebold.

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