Mülltonnen-Posse schafft es ins Fernsehen

Das Grundstück zu abgelegen für die Müllabfuhr: Ein Remtengrüner fand sich damit nicht ab - und erzielte eine Lösung.

Remtengrün.

Als Michael Stornebel und seine Frau Petra vom Klingenthaler Neubaugebiet An der Huth nach Remtengrün zogen, fühlten sie sich wie in einer anderen Welt: rings um das Haus Natur pur, frische Luft, Ruhe. Dass Idylle und Abgeschiedenheit allerdings auch Tücken haben können, erlebte das Ehepaar im Jahre 2011.

"Bis dahin wurde unsere 120-Liter-Restmülltonne vom Entsorger Esgo geleert, aber nicht wie üblich alle 14 Tage. Wir hatten es mit der Geschäftsführung so vereinbart, dass wir anrufen, wenn die Tonne voll ist und dann das Auto zu uns ans Haus kommt. Das hat immer gut geklappt." 2011 übernahm die KEV die Abfuhr und fuhr aber mit dem Auto nicht bis zum Grundstück. Michael Stornebel: "Weil eine Anfahrt auf dem schmalen Weg und das Wenden angeblich nicht möglich war und bei Schäden die Berufsgenossenschaft nicht haftet. Aber vorher ging es doch auch." Er musste vierzehntägig die Tonne 200 Meter - "laut Navi bei einem Höhenunterschied von 50 Meter", wie der heute 64-Jährige sagt - zu einem zentralen Platz ziehen, damit sie geleert werden kann. Das fiel ihm von Jahr zu Jahr schwerer wegen zweier Hüftoperationen. "Und dann kam noch hinzu, dass die KEV im November 2016 eine 240-Liter-Tonne auf unserem Grundstück abstellte. Die ist ja noch schwerer."


Bis März 2019 hielt der für Michael Stornebel unhaltbare Zustand an, trotz vieler Anrufe und eines umfangreichen Schriftverkehrs. Dass das Problem mit der Mülltonne seitdem endlich aus der Welt geschafft ist, hat der Remtengrüner auch dem Leipziger Rechtsanwalt Jens Belter zu verdanken. Er klemmte sich in dem Fall dahinter, der MDR wurde aufmerksam. Der Sender rollt für die Sendung "MDR um 4" den strittigen Stornebel-Fall auf und berichtet im Nachhinein, wie und warum er gelöst werden konnte. Bei Michael Stornebel geschah das so: "Wir haben uns mit der KEV geeinigt. Wir haben wieder eine 120-Liter-Tonne, die nur bei Bedarf nach einem Anruf von mir von unserem Grundstück mit einem kleineren Fahrzeug abgeholt wird. Außerdem habe ich eine Haftungsfreistellung unterschrieben." Ende gut, alles gut.

Die Reportage wird am heutigen Mittwoch bei "MDR um 4" ausgestrahlt, voraussichtlich zwischen 17 und 17.45 Uhr.

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