Muha-live in den Startlöchern

Das Festival am dritten Septemberwochenende ist ein Highlight für Klingenthal. Ein Selbstläufer ist es jedoch nicht.

Klingenthal.

Das Klingentaler Festival "Mundharmonika live" hat sich zu einer international bekannten Marke entwickelt, konstatierte Lars Seifert. Der Geschäftsführer der Mundharmonika-Manufaktur C. A. Seydel Söhne ist im Verein, der das Festival organisiert, der Stellvertreter von Karsten Meinel. In diesem Jahr steht nun die 19. Auflage an - wie immer am dritten Wochenende im September. "Man spricht in der Szene auch gerne vom Seydel-Festival", schmunzelt Seifert. Die Manufaktur bringt sich im Festival ein und profitiert natürlich auch davon. Konzerte, Workshops, Wettbewerb "Seydel open", Familiennachmittag im Zelt, Galakonzert mit René Giessen und natürlich die Livenacht mit Musik in zehn Gaststätten versprechen wieder ein Höhepunkt für Klingenthal zu werden. "Wir sind schon stolz auf das, was wir erreicht haben", sagte Karsten Meinel, seit 2002 Chef von "Muha live".

Meinel weiß aber auch: "Das Festival ist kein Selbstläufer." Deshalb ist der Verein dankbar über jede Form von Unterstützung. Und die kommt auch aus ganz verschiedenen Branchen, beispielsweise vom Kanülenhersteller Injecta Klingenthal. "Schon als das Festival aus der Taufe gehoben wurde, fand ich das eine spannende Idee", erinnert sich Rudolf Glaß, der Injecta-Geschäftsführer. Wie in vielen Klingenthaler Familien finden sich auch bei ihm Vorfahren, die in der Harmonikabranche gearbeitet haben. Allein schon aus diesem Grunde interessiert ihn, wie heute Mundharmonikas gebaut werden. Da konnte natürlich Lars Seifert erzählen und präsentieren. Erst vor wenigen Tagen hatten die Klingenthaler bei der Messe SPAH Convention in Tulsa (USA) wieder eine Weltneuheit präsentiert - eine Mundharmonika, die mit Hilfe von Magneten umgestimmt werden kann.

"Mundharmonika live hat unter unseren Beschäftigten ein guten Ruf, auf den Veranstaltungen trifft man regelmäßig Arbeitskollegen", sagte Glaß. Einen symbolischen Scheck über 1000 Euro hatte er mit dabei, als er die Festivalmacher besuchte und meinte dazu: "Tradition verbindet". Mundharmonikas werden seit mindestens 1829 in Klingenthal gebaut, die Injecta ist seit 1943 in der Stadt ansässig und erweitert derzeit ihren Standort an der Falkensteiner Straße.

www.mundharmonika-live.de

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