Mundart benötigt als Kulturgut Pflege

Autoren aus Sachsen, Thüringen und Bayern treffen sich im Vogtland

Markneukirchen.

Seit 26 Jahren schreibt Renate Mönnich samstags Kolumnen in vogtländischer Mundart für die Auerbacher Lokalausgabe der "Freien Presse". Die Falkensteinerin gehört zu den Stammgästen der Vogtländischen Mundarttage. "Gott sei dank sind die zwei Jahre rum, und wir treffen uns endlich wieder", meinte sie am Donnerstagabend bei der Eröffnung der 8. Auflage, die im Markneukirchner Berggasthof "Zum heiteren Blick" stattfand. Mit dabei sind wieder Mundartautoren aus dem Vogtland und Erzgebirge, aus Thüringen und Bayern. Man kennt und schätzt sich seit vielen Jahren.

"Ohne den Zusammenhalt in der Truppe wäre eine solche Veranstaltung nicht machbar", sagte Doris Wildgrube, die Cheforganisatorin des dreitägigen Treffens. Sie freut sich, dass die Mundarttage diesmal auch überregional Beachtung finden - vom Sachsenradio des MDR bis zum Oberfranken TV, das am heutigen Freitag bei Veranstaltungen in Falkenstein drehen will. "Die Mundart muss endlich als Kulturgut wahrgenommen werden, denn wenn sie einmal verschwunden ist, kommt sie nicht wieder", machte sie den Anspruch der Autoren deutlich. "Die Mundart erdet. Es ist deshalb schön, dass diese Tradition hier im Vogtland so gepflegt wird", betonte der Markneukirchner Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos).


Lesungen am Freitag: Grünbach, Veranstaltungsraum der Feuerwehr (Beginn 17 Uhr); Falkenstein, Altes Spital (19 Uhr); Schöneck, Zigarren- und Heimatmuseum (19 Uhr); Oelsnitz, Stadtbibliothek (19 Uhr); Plauen, Vogtlandmuseum (19 Uhr); Erlbach, Freilichtmuseum Eubabrunn (19 Uhr). Der Eintritt ist frei. Veranstaltungen am Samstag: Erlbach, Freilichtmuseum Eubabrunn (14 Uhr): Sagen und Mundart mit dem Theaterdorf Zwota. Bad Elster, Blauer Saal im Königlichen Kurhaus (19.30 Uhr): Abschlussveranstaltung mit Lesung aller Autoren, Musik: Böhmische (B)Engel aus Markneukirchen, Eintritt frei.

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