Musikschule Markneukirchen bald auch außen schick

Am denkmalgeschützten Haus kommen Fassade und Dach an die Reihe. In einer anderen Frage klärt der Musikschulchef auf.

Markneukirchen.

Die Bauarbeiten am Markneukirchner Musikschulgebäude gehen in die letzte und entscheidende Phase: Dach und Fassade sind dran. Beide Lose waren zusammen mit mehr als einer halben Million Euro veranschlagt. Vergeben wurden die Aufträge für gut 50.000 Euro weniger. Während das wirtschaftlichste Angebot für das Mansarddach 57.000 Euro über der Kostenschätzung lag, kommt die Fassade mehr als 100.000 Euro billiger als kalkuliert. Der vom Denkmalschutz als besonders eingestufte Glimmerputz wird erhalten, zudem bleibt der regionale seltene Porphyr gebäudeprägend. "Die Arbeiten werden dieses Jahr noch fertig. Der Kulturraum Vogtland-Zwickau fördert sie großzügig", freut sich Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos).

Weniger Freude verspürt ein "Freie Presse"-Leser (Name der Redaktion bekannt) angesichts dessen, was ihm ein Bekannter berichtete. Die Musikschule entsorge fast neue Instrumente im Container, hieß es. Urs Hufenbach, Leiter der Markneukirchner Abteilung der Musikschule Vogtland, widerspricht dem. "Es wurden Akkordeons weggeworfen aus den 1940er, 50er Jahren, die so reparaturbedürftig waren, dass sich das nicht mehr gelohnt hätte", sagte er auf Anfrage. Gleiches gelte für einige sehr alte Gitarren. Dabei seien aber nicht alle ausrangierten Instrumente im Container gelandet, so Hufenbach - einige werden beim Flohmarkt angeboten oder als Deko benutzt. Die Altinstrumente lagerten lange nutzlos auf dem Boden, der für den Bau freigeräumt werden musste. "Dabei haben wir diese Leichen quasi entsorgt", so Hufenbach.

Den Zuschlag für die Arbeiten an der Fassade erhielt die Firma PN Stein und Restaurierung aus Leipzig zum Bruttogebot von 257.300 Euro. Das Dach saniert EFA Dachbau Zwickau zum Bruttogebot von 192.500 Euro. Beide Lose vergab Rubner in der Sommersitzungspause des Rates in Vorabentscheidungen, der Rat segnete dies im Nachgang dann ab.

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