Musikschule: Zugeständnis für Sanierung von Fassade

Denkmalschutz lenkt ein - Stadtverwaltung ist erleichtert

Markneukirchen.

Steter Tropfen höhlt den Stein: Die Stadtverwaltung Markneukirchen hat bei den Debatten um die Fassade der Musikschule ein wichtiges Ziel erreicht: Die Denkmalschutzbehörde hat in der aktuellen Baupause ein Zugeständnis gemacht. Bisher bestand sie darauf, die seltene Glimmerfassade, die bei verschiedenem Lichteinfall in den unterschiedlichen Farbtönen schillert, so zu erhalten. Davon ist bei einem Ortstermin abgerückt worden, erklärte Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) im Technischen Ausschuss des Stadtrates.

Die Entscheidung fiel nicht zuletzt deshalb, weil die mit den Arbeiten betraute Firma dargelegt habe, dass die bisherige Fassade aufgrund massiver Schäden nicht in dem Bild erscheinen wird, wie es der Denkmalschutz zuvor wünschte "Eine einheitliche Oberfläche ist daher nicht herzustellen. Das würde Flickschusterei", sorgte sich Rubner auch um die Optik des stadtbildprägenden Baus an der Johann-Sebastian- Bach-Straße. Nun darf die Fassade überstrichen werden. "Das wollten wir von Anfang an und haben das auch nicht das erste Mal zu erreichen versucht. Wir sind aber nicht bösartig vorgegangen", betonte der Bürgermeister, das ein gutes Einvernehmen mit den Denkmalschützern erzielt wurde. Rubner: "Natürlich wird die Fassade in einem gedeckten Farbton gestrichen. Das Haus wird nicht rosa oder hellblau."

Die Sanierung der Musikschule geht nach drei Jahren in diesem Jahr zu Ende. Für die mit umfangreichen Fördermitteln unterstützten Arbeiten haben die Kommune und die Musikschule Vogtland als Betreiber der Einrichtung nach Einschätzung des Markneukirchner Rathauses von Beginn an ein gutes Miteinander erreicht. Um Investition geht es am Montag auch im Verwaltungsausschuss des Stadtrates. In der Musikhalle steht ab 17 Uhr die erste Sitzung 2021 an. Der öffentliche Teil ist kurz, nichtöffentlich wird erstmals der Haushalt 2021 beraten.

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