Nächster Halt: Freiheit

Wachtürme mit schwer bewaffneten Grenzern und strengste Kontrollen in den Interzonenzügen: Bis zum 9. November 1989 war der DDR-Grenzbahnhof Gutenfürst Hochsicherheitszone eines Regimes, das seine Bürger einsperrte. Es ist Sachsens wichtigster Ort der deutsch-deutschen Teilung - und doch heute vergessen. Ein Besuch.

6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Freigeist14
    12.11.2018

    acals@ Ihre Spiegelfechterei und holzschnittartiges Denken führt immer zu neuer Blüte. Ihr Eifer , überall DDR-Nostalgie zu verorten ,kennt man ja von ehemaligen Jubelpersern eines Helmut Kohl . Ich stehe seit 30 Jahren im Berufsleben und habe ohne Brüche die Zeit erfolgreich gemeistert . Das hält mich nicht davon ab,die heutige Gesellschaft kritisch zu sehen und die vielen Facetten der Erfahrungen der gelebten DDR einer westlich dominierten Deutungshoheit NICHT unterzuordnen und aus dem geschichtlichen Kontext zu reissen.Das Land war ein historisches Ergebnis und nicht die Laune irgendwelcher böser Menschen,die ihre Bürger einsperrten. Und wenn sie schon Klaus Gysi erwähnen : In der Bundesrepublik wäre damals kein jüdischer Kommunist und verfolgter des Nazi-Regime Kulturminister geworden. Erst nach Willi Brandts Amtsantritt . Zur Erhellung empfehle ich Ihnen das Buch von Burga Kalinowski :"War das die Wende,die wir wollten ?". Der Aufbruchsgeist des 4.November 1989 wurde der Banane und dem West-PKW geopfert. Das ist kein Vorwurf - nur ein Bedauern .

  • 1
    3
    acals
    12.11.2018

    Herr Freigeist: Also manchmal habe ich echtes Mitleid mit Ihnen. Nehmen Sie doch die Dinge fatalistisch - Sie aendern im Nachgang nichts mehr daran. Sie werden auch noch zig-mal aehnliches Lesen. Nutzen Sie doch die jedem offenstehenden Moeglichkeiten und engagieren sich fuer das, was Sie meinen waere verlorengegangen. Da moegen durchaus die meisten anderen meinen sie waeren mehr - wenn Sie aber die fachliche Auseinandersetzung nicht scheuen werden Sie (so Ihre Argumente lauter sind) auf Dauer ueberzeugen.

    A propos Ueberzeugung: Sie haben doch Ihren Gyusi gelesen. Dann sollten Sie doch ueber die Stelle gestolpert sein in der Gyusis Vater F. Schorlemmer erzaehlt, das max 5 % der DDR Bevoelkerung hinten den SED Ideen stehen. Darauf F. Schorlemmer: Tja, bei den Christen koennte es durchaus weniger Ueberzeugte geben.
    (Manchmal reichen aber auch diese wenigen aus, als Salz der Erde, eine ganze gesellschaftsordnung zu kippen. Das gelang nur deswegen, weil die Ueberzeugung auf der anderen Seite zu gering war - und weil die andere Seite a la "Matrix" die Buerger gelebt hatte, aber nicht leben liess. Das Leben aber laesst sich nicht einsperren - denken Sie mal darueber nach.)

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    VaterinSorge
    11.11.2018

    Ob es nun damals notwendig war die Grenzen der ehemaligen DDR dermaßen zu sichern, um mögliche Flucht zu verhindern, ist sicherlich nicht Thema des Berichts. Tatsache ist, dass es so hochgradige Anlagen gab, Maßnahmen und logistischen Ablaufe dermaßen spektakulär waren, dass man es durchaus für die Nachwelt hätte aufbereiten könnte, zumal es ja schon entsprechende Initiativen gab. Die DB war, ist und bleibt was Historie, Museen oder Geschichte angeht, kein wirklicher Partner, denn der Laden ist dermaßen unwirtschaftlich, dass dafür kein Platz ist. Dennoch danke FP, dass man sich auch mit den vergessenen Zeitzeugen widmet.

  • 6
    1
    Freigeist14
    09.11.2018

    Haecker@ ich wäre schon froh,wenn sich die Bahn um ihre bestehenden Empfangsgebäude an der Sachsen-Franken-Magistrale kümmern würde . Aber die werden lieber verhökert, dämmern vor dann sich hin oder werden gar abgerissen.

  • 7
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    Haecker
    09.11.2018

    Man kann nicht überall Gedenkstätten einrichten - aber der Bahnhof Gutenfürst wäre schon ein geeigneter Ort, auch wenn vieles nicht mehr erhalten ist.
    Ich bin zum ersten mal am Donnerstag oder Freitag vor dem 3.Advent 1989 dort durchgekommen, aber nicht, um das Begrüßungsgeld abzuholen (d.h. die 100 DM habe ich schon genommen), sondern um mir erstmals "den Westen", das heißt zunächst die Stadt Hof anzuschauen. Was ich mitgebracht habe? Eine Wanderkarte "Landkreis Hof", 2 oder 3 Tafeln Sarotti-Schokolade und 2 Dosen Scherdel-Bräu.

  • 2
    5
    Freigeist14
    09.11.2018

    "Nächster Halt : Freiheit " . Na selbstverständlich lag für den DDR-Bürger das Glück,die Verheißung und die so unterdrückte Freiheit nur jenseits der Grenze ! Denn man lebte schließlich in einem Regime,das seine Bürger einsperrte . Ich wollte nochmal DANKE sagen !



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