Neue Coronaregeln: Was wird aus Kürbisleuchten und Musical?

Trotz vieler Einschränkungen sind in der Region noch einige Veranstaltungen geplant. Wie können diese im Lichte einer verschärften Allgemein-verfügung stattfinden?

Bad Elster/Adorf.

Bad Elster spielt weiter: Das Musical "Schrille Nacht - ein Weihnachtsalptraum" des Gymnasiums Markneukirchen darf ab Freitag mit einer Ausnahmegenehmigung des Vogtlandkreises über die Bühne des König-Albert-Theaters gehen. Statt der derzeit gültigen Obergrenze von 100 Personen bei Veranstaltungen sind bei den 14 Aufführungen bis 8. November 200 Personen zugelassen. Das hat Chursachsen-Intendant Florian Merz am Montagmittag auf Anfrage mitgeteilt. "Damit kann man leben, und wir haben Planungssicherheit. Die Proben können weitergehen. Das ist wirklich gut für uns", lobt der Kulturhäuptling ausdrücklich die rasche Entscheidung des Landkreises.

Nachdem bekannt wurde, dass Veranstaltungen nur noch mit 100 Personen erlaubt sind, hatten die Chursachsen eine Ausnahmegenehmigung beantragt. "Vor 100 Leuten zu spielen, wäre uns wirtschaftlich nicht gelungen", sagt Merz - 200 seien nicht optimal, aber machbar. Die Besucher der Musicalaufführungen werden nun teils anders verteilt. "Das ist eine technische Frage. Das geht", sieht der Intendant hier kaum Schwierigkeiten. Stand Montagnachmittag waren von den 14 Aufführungen acht ausverkauft. Auftakt ist am Freitag, 15 und 19.30 Uhr, mit öffentlichen Generalproben. Grundlage der Ausnahmegenehmigung ist laut Merz ein nochmals verschärftes Hygienekonzept - Lüftung, Abstände. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss nun durchgehend getragen werden. "Unser Publikum hält sich an die Regeln", lobt Merz die Besucher für ihr Verhalten seit Theaterwiedereröffnung im August.

Ebenfalls am 30. Oktober hatte Adorf auf viele Besucher gehofft - zum zweiten Kürbisleuchten, voriges Jahr der Überraschungserfolg des Herbstes im oberen Vogtland. Es gibt es auch dieses Jahr, aber ganz anders: ohne Verpflegungsstände, Musik, Rahmenprogramm und Kinderspiele. "Aber wir machen etwas, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen", sagt Bianca Jahn von der Netzwerkstelle Möglichmacherei Adorf. Die Besucher aus Adorf und der Region sind aufgerufen, gestaltete und beleuchtete Kürbisse am Freitag zwischen 17 und 19 Uhr auf dem Markt abzugeben. Aus den Erntefrüchten soll auf dem Markt ein Schriftzug "Adorf Kürbisleuchten 2020" gelegt werden. Danach werden die Kürbisse am Denkmal, außerhalb der Straße, drapiert. Am Abend oder am Wochenende können die Spender ihre Kürbisse wieder abholen. An der Litfaßsäule am Markt ist eine Bild-Auswertung der Aktion geplant. Hätten die Veranstalter Bratwurst oder Glühwein kredenzt, hätte das eines eingezäunten Geländes und Listen zur Kontaktnachverfolgung bedurft.

Eine andere Veranstaltung, die Ende Oktober immer eine vierstellige Besucherzahl anlockte, findet indes nicht statt. Die Kernobstmesse, bei der sich Besucher am Reformationstag auf dem Riedelhof drängten, fällt aus, teilte Marie Neudeck vom veranstaltenden Landschaftspflegeverband Oberes Vogtland am Montag auf Anfrage mit.

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