Neue Managerin will Geopark voranbringen

Zwei Jahre passierte für das vielfach beschriebene Vorhaben nicht viel. Jetzt krempelt eine junge Frau die Ärmel hoch.

Schneckenstein.

Neuer Anlauf für den Geopark "Sagenhaftes Vogtland": Am 20. September soll es zum Tag des Geotops eine Veranstaltung am Schneckenstein geben, auf der das Projekt erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Darüber informierten am gestrigen Freitag auf einem Pressetermin in Schneckenstein Marco Siegemund (CDU), der als Bürgermeister von Falkenstein auch Vorsitzender jener Leader-Aktionsgruppe ist, die das Vorhaben auf den Weg bringen will, und Lisa Meyer, seit dem 1. Mai die Managerin des Geoparks. Die 28-Jährige hat einen Abschluss in Geowissenschaften an der TU Bergakademie Freiberg in der Tasche.

Vor der jungen Frau, deren Arbeitsverhältnis zunächst bis Ende Februar 2023 befristet ist, liegt ein Riesen Berg Arbeit. Knapp zwei Jahre lange ruhte die Arbeit am Geopark-Projekt mehr oder weniger, was Bürgermeister Siegemund mit der notwendigen Klärung der finanziellen Fragen begründete.

Lisa Meyer hat nun begonnen, die Kontakte zu den bereits gegründeten Arbeitsgruppen zu reaktivieren. Sie will eine Außenwirkung für das Vorhaben erreichen und ein Netzwerk mit Partnern wie Touristikern und dem Sachsenforst aufbauen. Anspruchsvolle Aufgaben, die in kleinen Schritten realisiert werden sollen.

Falkenstein, Grünbach, Ellerfeld, Muldenhammer Bergen und Neustadt gehören zum Gebiet des künftigen Naturparks. Auf dem 124 Quadratkilometer großen Gebiet gibt es mindestens 49 sogenannte Geotope, von denen der Schneckenstein der bekannteste ist.

Perspektivisch ist eine Erweiterung im Bereich Vogtland und Westerzgebirge im Blick. "Dabei muss man auch gedankliche Schwellen überwinden, das war auch bei uns so", zeigte der Ellefelder Bürgermeister Jörg Kerber (parteilos) auf. Die rund 2600 Einwohner zählende Gemeinde zwischen Falkenstein und Auerbach ist beispielsweise durch Goldfunde in der Göltzsch bekannt.

Die Anregung für den Geopark ging von Steffen Gerisch aus, dem Chef des Besucherbergwerks "Grube Tannenberg". Seine Vision war und ist, dass der Geopark Besucher in die Region lockt, die dann mehrere Tage bleiben, um sich die geologischen Besonderheiten anzuschauen.

Für den 20. September haben Lisa Meyer und Steffen Gerisch schon eine öffentlichkeitswirksame Idee. Bis dahin soll der Schneckenstein vom wilden Anflug befreit sein. Die jungen Fichten könnte man dann für einen symbolischen Preis anbieten - mit der Bitte an die Käufer, nach zehn Jahren ein Bild zu schicken, wie sich die Bäumchen ent- wickelt haben.

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