Neue politische Kraft für Oelsnitz am Start

Am 26. Mai nächsten Jahres werden Stadt- und Gemeinderäte neu gewählt. In der Sperkenstadt will eine parteiunabhängige Wählervereinigung mitmischen.

Oelsnitz.

Mit der Freien Oelsnitzer Bürgerschaft (FOB) gibt es eine neue kommunalpolitische Kraft für Oelsnitz. Als Verein wurde sie auf Schloss Voigtsberg gegründet. 16 Gründungsmitglieder waren bei der Versammlung vorigen Samstag mit dabei. Die FOB will Menschen ansprechen, die sich zur parteiunabhängigen bürgerlichen Mitte der Stadt zählen und sich kommunal- politisch engagieren wollen. Als Vorsitzender wurde Björn Fläschendräger gewählt, Stellvertreter ist Eckardt Scharf.

Die FOB ist in Oelsnitz nicht ganz neu. Unter diesem Namen sitzt die Zwei-Mann-Fraktion Björn Fläschendräger und Sebastian Stange derzeit im Stadtrat. Fläschendräger war aus der Liberalen Unabhängigen Bürgerschaft (LuB) ausgestiegen, Stange aus der CDU. Einen Unterbau mit weiteren Mitstreitern gab es bislang jedoch nicht. Der sei mit Blick auf die Kommunalwahl jedoch nötig, meint das frischgewählte FOB-Führungsduo. Und die FOB hat sich auf Anhieb mit bekannten und breit verankerten Oelsnitzern aufgestellt. Mit an Bord sind beispielsweise der einstige Vize-Oberbürgermeister Eberhard Müller, Peter Fritzsch als Sprecher der Sportjugend Vogtland, Dietmar Koczy als Ehrenvorsitzender des Gewerbeverbandes und der Oberhermsgrüner Ortschef Ulrich Mahn. Eckardt Scharf steht dem Förderverein des Gymnasiums vor, Björn Fläschendräger dem Heimatförderverein. Auch die beiden Stadträte der LuB, Michael Ballmann und René Buze, schließen sich der Freien Oelsnitzer Bürgerschaft an.

Mit Blick auf die Kommunalwahl hat die neue Vereinigung bereits einen Fahrplan. Zuerst gilt es eine Menge Formalien zu erledigen, um den Jahreswechsel herum soll eine Kandidatenliste erstellt sowie ein Wahlprogramm erarbeitet werden. Themen gebe es in Oelsnitz genug, machen Fläschendräger und Scharf deutlich. "Vieles wurde angeschnitten, aber es passiert nichts." Zwei Problemfelder unter anderen: Wie geht es mit den Oelsnitzer Sportstätten weiter? Welche Ideen gibt es für die Innenstadt? Auch die Ortsteile, die sich zum Teil abgehängt fühlen, sollen wieder eine erste Geige spielen. Auf die Tagesordnung setzten will die FOB die Einbeziehung von sachkundigen Einwohnern in die Gremien des Stadtrates, wie es in anderen Städten üblich ist. "Es gibt hier ein Kapital, das die Stadt Oelsnitz verschenkt", sagen Fläschendräger und Scharf.


Kommentar: Antreibergesucht

Ein Dreivierteljahr vor der Kommunalwahl scharren die ersten Kandidaten mit den Füßen. Wer wo für wen ins Rennen geht, wird derzeit überall im Vogtland ausgelotet - eine gute Nachricht. Heißt es doch, dass sich Menschen aller Widrigkeiten zum Trotz einbringen wollen. Gesucht werden Köpfe, die als konstruktive Antreiber jenseits von Parteienpolitik ihre Heimatorte voranbringen wollen.

Im Oelsnitzer Stadtrat füllen diese Rolle längst nicht alle Abgeordneten aus. Aufbruchssignale bei den etablierten Parteien sind zudem bislang nicht zu erkennen. Aber noch ist Zeit. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. In diesem Sinne dürfte sich die neue Wählervereinigung schon vor der Wahl als Gewinn erweisen.

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10Kommentare
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    voigtsberger
    25.08.2018

    @TS: Ich würde mich auch gerne kürzer fassen, aber den Meisten die die Kritik in meinen Kommentaren nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, kann man nur mit Fakten der Problematik kommen und das sind dann lange Pamphlete und selbst darauf kommen nur "dü…...liche" Sprüche am Thema vorbei!
    @DaNa: Auch sie wollen oder können die Sachlage nicht verstehen, denn es geht doch nicht nur darum das die "Neue Kraft" von Vier Stadträte und Einen Gemeindebeigeordneten mit gegründet wurde, sondern um die Bezeichnung "Neue Kraft", wenn die "alten" Kräfte" der Stadt dieser "Kraft"vorstehen. Was wurde da in der Vergangenheit für ein soziales Engagement und was für die Heimatverbundenheit geleistet, denn es gab in den vorher gegangenen Wahlperioden genügend Zeit dazu und was wollen da, die nach ihrer Meinung die junge Generation der "alten" Quertreiber" im Stadtrat nun leisten, was diese schon längst leisten könnten und nicht angeschoben haben, außer es ging um ihr persönliches Klientel und so sollte Demokratie nicht praktiziert werden!
    Auch sehe ich natürlich nicht nur Stadträte, aber doch die Meisten mit dem Etikett der FDP und wer soll da mit der "Neuen Kraft" als FOB zur Wahl am 26. Mai 2019 getäuscht werden, doch der Wähler, der sich von der FDP abgewannt hat und nun den "Etikettenschwindel" unterliegen soll, mit dem Credo einer jüngeren dynamischen Bewegung aller "Macron" und da darf doch wohl Kritik erlaubt sein in einen freien Land mit mündigen Bürgern!

  • 0
    1
    DaNa1114
    24.08.2018

    Wie es schon erwähnt wurde, lesen und verstehen hilft ungemein. Denn ich hatte mich nicht konkret zu Personen geäußert. Ich sehe auf dem Foto nicht nur Oelsnitzer Stadträte. Da scheint mir das es in den Kommentaren nur um persönliche Differenzen gegenüber den Stadträten geht, es aber nicht gewürdigt wird wenn sich Oelsnitzer die bisher politisch nicht in Erscheinung getreten sind, einbringen und versuchen etwas zu ändern. Denn das Klientel der Oelsnitzer Bürgerschaft besteht auch aus der jüngeren Generation.

  • 1
    1
    Tauchsieder
    24.08.2018

    Genau so, sagte ich`s doch "Voi.....", sie bestätigen mich.
    In der Kürze liegt die Würze und nicht in unendlichen Pamphleten indem man am Ende nicht mehr weis was am Anfang geschrieben stand.
    Wenn mich nicht alles täuscht hatte ich dies ihnen schon mal mitgeteilt.

  • 1
    4
    voigtsberger
    24.08.2018

    @TS: Außer verunglimpfen von Kritikern haben sie noch nichts kreatives in ihren Kommentaren beigetragen und den "Steg" habe ich nur "ins Spiel gebracht, weil damit von den in der "Neuen Kraft" beteiligten Stadträten im Vorfeld geäußert wurde, der Wille des Bürgers hat auf Entscheidungen des Stadtrates keinen Einfluss zu haben!
    @DaNa1114: Alles eines Kommentares lesen und verstehen hilft da ungemein, weil es um den "Etikettenschwindel" geht und von den Mitstreitern der "Neuen Kraft" ja schon einige als Stadträte über mehrere Wahlperioden im Stadtrat sitzen und meist als "Quertreiber" nicht viel bewegt haben, was soll sich da jetzt ändern!
    Auch sie kommentieren hier anonym und weil sie den Begriff "Spaßgesellschaft2 ins Spiel bringen, wissen sie doch genau, das ich mich auch mit Namen und Adresse offen in den Medien äußere. Aber auch ihre "Lobrede" auf die Aktivität für die Heimatstadt, fällt mir nur das Wirken fürs eigene Klientel und zum persönlichen Profilieren ein und wer kann sich in der Politik mit einbringen, wenn man nicht eine bestimmte finanzielle Ausstattung vorweisen kann, gesellschaftlich in Seilschaften eingebunden ist oder in Ämter und Behörden eingebunden ist oder spiegelt unser Stadtrat die Zusammensetzung unserer Stadt wieder, da müssten ja in Oelsnitz nur Ärzte, Anwälte und Handwerksmeister leben oder ist es der Sachverhalt, das der selbstdenkende mündige Bürger gar keinen "Fuß in die Tür" von politischen Entscheidungen bekommt und dieser Zustand sich durch alle Parlamente bis in den Bundestag fortsetzt. Und natürlich muss man bei der FBO den Zusammenhang zur FDP ins Spiel bringen und wieviel Vereinigungen wollen da die Personen mit dem Etikett der FDP noch gründen, wie LuB, FBO und dem Heimatförderverein, was kommt da bis zum 26. Mai 2019 wohl noch alles, da wäre konstruktive Mitarbeit im Stadtrat von den Stadträten der "Neuen Kraft" bis zu den Kommunalwahlen angesagt und nicht erst 2019, denn man kann jetzt schon die Geschicke lenken und endlich auch einmal soziales Engagement zeigen und das für alle Bürger unserer Stadt!

  • 1
    0
    aussaugerges
    24.08.2018

    Auf jedenfall wurden die Parkgebühren auf den Markt um das 10 fache erhöht.
    Nur noch 10 min günstig.
    Auch wurden die Parkzeiten an mehren Stellen von 2 Std auf 1 Std reduziert.

  • 3
    2
    Tauchsieder
    23.08.2018

    Unzufrieden, vielleicht wurde er bei irgend etwas in Oelsnitz übergangen, wohnt scheinbar etwas ungünstig wegen des angeblichen "Krachs" bei Volksfesten. Sie müssen sich nicht so viel Gedanken machen "DaN....." über diesen Sperken. Er hat seinen Steg über die Weiße Elster und jetzt muss halt ein anderes Thema her. Viel warme Luft.

  • 5
    1
    DaNa1114
    23.08.2018

    Ich habe eigentlich nichts über Zusammenhänge zwischen FDP und FBO behauptet sondern nur gewürdigt das es Oelsnitzer gibt die sich für ihre Stadt engagieren. Ich weiß auch nicht warum das an irgendwelchen Parteien fest gemacht werden muss. Es müssen sich doch erstmal Leute finden die in ihrer Freizeit gewisse Dinge in ihrer Heimatstadt bewegen wollen. Wobei ihnen dieses Engagement als profilieren ausgelegt wird. Noch besser wenn dieses soziale Engagement aus der "Spaßgesellschat" kommt. Doch wenn sich aus der schweigenden Masse nur anonym in den sozialen Medien gerührt wird, sind das auch keine anderen Zustände als vor der Wende. Deshalb ein Lob an alle die sich aktiv für ihre Heimatstadt einsetzen und dafür oft genug Kritik einstecken müssen.

  • 1
    5
    voigtsberger
    23.08.2018

    @DaNa1114: Da möchte keiner in den sozialen Medien auffallen, doch wenn sich aus der "Schweigenden Masse" keiner rührt, dann haben wir Zustände wie vor 89, wo alles nur "hinter vorgehaltener Hand" diskutiert wurde und wollen sie wirklich behaupten das mit der FBO, nicht vor allen die einstigen FDP Mitglieder in Oelsnitz einen "neuen Anstrich" verpassen wollen und das nenne ich "Etikettenschwindel" derer die es sich erlauben können und am Ende wenn alle schweigen, regiert nur noch das Geld die Welt und in Oelsnitz die FBO und was dann der Wille der Bürger zählt, konnte man an der Diskussion zum "Steg" sehen, wo von genau den Stadträten der "Neuen Kraft" geäußert wurde, der Wille der Bürger zählt nicht bei Entscheidungen des Stadtrates und da wäre ein Rücktritt eigentlich die Konsequenz in einer Demokratie, als der Macher einer "neuen Kraft" zu sein, denn für welches Klientel soll diese Kraft wohl agieren, denn für des Bürgers-Willen ja durch eine einstige Aussage nicht!
    Nun sollten sie denn Altersdurchschnitt einmal ansehen und bemerken, so viel jünger ist die NK doch nicht, gegenüber anderer Parteien und politischen Organisationen!

  • 4
    1
    DaNa1114
    23.08.2018

    Gut das Oelsnitzer, vor allem auch jüngere Oelsnitzer sich für ihre Stadt engagieren und etwas bewegen wollen und nicht nur durch Kommentare in den sozialen Medien auffallen.

  • 3
    6
    voigtsberger
    22.08.2018

    Warum kommt mir bei der Überschrift "neue politische Kraft" und bei den Personen auf dem Bild, der Begriff "Etikettenschwindel" in den Sinn. Bestimmt weil hier die meisten Personen der FDP angehören oder angehörten und schon einmal versucht haben als "Freie Oelsnitzer Bürgerschaft" zu punkten und mit dem sogenannten "Heimatverein", gern in der Stadt den Ton angeben wollen.
    Irgend wie, will es ja der Stadtrat Hr. Fläschenträger schaffen, als OB von Oelsnitz zu agieren und macht es Hr. Lindner FDP nach, ein "Geschmäckle" von Herrn Macron in Frankreich zu imitieren.
    Da kann man nur hoffen die Wähler begreifen am 26. Mai 2019, was da gespielt wird und wenn ich meist nicht mit der Meinung unseres jetzigen OB`s übereinstimme , muss ich aber sagen: "... es kommt nichts Besseres nach", was sich auch auf Bundesebene der letzten Jahrzehnte bewiesen hat!



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