Neue Schau zeigt Einblicke in die 1960er Jahre in Klingenthal

Auf dieses Jahrzehnt blickt die 15. Ausstellung des Heimatvereins Zwota zurück, der seit 15 Jahren besteht. Es gibt viel Interessantes zu entdecken.

Zwota.

Themen wie der Aufstieg des Wintersports, die Fußballer des Sportclubs Zwota bis hin zur Klingenthaler Musik und seine Musiker sowie Veranstaltungen wie die Friedensfahrt oder die Motorsport-Wolfsbergrennen - die neue Ausstellung des Heimatvereins Zwota im Mundart- und Erlebnisraum des örtlichen Harmonikamuseums deckt unter anderem mit Urkunden, Zeitungsausschnitten und Fotos ein Jahrzehnt ab, welches das Leben in der Stadt Klingenthal von vor 50 Jahren widerspiegelt.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitagabend sind Klingenthaler Bürger gekommen, die sich noch gut an das Leben in den 1960er Jahren in Klingenthal erinnern können. Wolfgang Jäger, Vereinsvorsitzender des Klingenthaler Stadtorchesters, zog es vor 38 Jahren von Magdeburg nach Klingenthal. Zu den Exponaten sagt er: "Als ich damals hier her kam, hat vieles von dem, was hier gezeigt wird, noch nachgewirkt. Es sind wunderschöne Exponate, die die Höhepunkte aus dieser Zeit zeigen, zudem ist es wahnsinnig interessant, die alten Namen der Sportler oder Musiker zu lesen." Aus seiner Sicht zeigt die Ausstellung auch einen bestimmten Unterschied zu heute. "Es ist erkennbar, das damals vielmehr los war im Ort. Die Bilder zeigen eine Fülle an Veranstaltungen, die es zum Teil heute so nicht mehr gibt. Die Leute haben früher vieles auf die Beine gestellt. Wenn ich das so sehe, kommt richtige Nostalgie auf", zeigt sich Wolfgang Jäger von der Ausstellung begeistert.

Passend zum Thema erklangen zur Ausstellungseröffnung Töne eines seltenen Bass-Akkordeons - dass aus dem Fundus des Akkordeon-Orchesters stammt und von Andreas Schertel vorgestellt und gespielt wurde. "Das Instrument wurde wahrscheinlich 1964 in Klingenthal gebaut. Es hat einen besonderen Resonanzschacht, der den Unterschied im Klang ausmacht. Es ist ein Unikat, da die Herstellung sehr aufwendig ist." Außerdem hat Jürgen Just auf der Mundharmonika gespielt.

Akribisch vorbereitet hat die Schau Thorald Meisel vom Heimatverein aus Zwota. Die Ausstellungsstücke hat er über die Jahre selbst gesammelt. "Die Vorbereitung hat mich viel Zeit gekostet, von der Sichtung der Bilder bis hin zur Gestaltung." Es ist die mittlerweile 15. Ausstellung des Heimatvereins, der sich im August 2001 gegründet hat. Seit 2012 wurden immer wieder verschiedene ortsbezogene Themen zur Schau gestellt.

Doch das ist nicht das einzige worauf sich der Vereins konzentriert. Das Hauptaufgabengebiet ist die jährliche Festveranstaltung der Zwoticher Körbe. Der Verein führt Wanderungen durch, tritt mit der Zwotaer Theatergruppe mit Mundartschauspiel auf. "Mit unseren Aktivitäten wollen wir den Ort stärken", sagt Vereinschef René Goram. Die Ausstellungen sind erst später hinzugekommen. "Diese sind das Steckenpferd von Thorald Meisel, mit ihm haben wir den richtigen Mann dafür", so Goram. Der Verein mit seinen 64 Mitgliedern arbeitet derzeit an der Zwotaer Ortschronik. "Seit 15 Jahren wurde daran nicht mehr gearbeitet. Diese Lücke versuchen wir zu füllen und wollen die Chronik fortführen", so Goram.

Die Ausstellung im Mundart- und Erlebnisraum des Harmonikamuseums Zwota ist bis Ostern zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags 10 bis 16 Uhr. Eine Sonderöffnung gibt es zum Zwotaer Weihnachtsmarkt am Ersten Advent von 14 bis 17 Uhr.

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