Neuer Elstergebirgs-Kammweg: Das Herzstück ist beschildert

Vor zwei Jahren entwickelte der Erlbacher Norbert Dick die Idee, die historische Route neu zu beleben. Nun ist ein erster Schritt gemacht.

Erlbach.

Norbert Dick ist zufrieden. Der Wanderweg zu den Dreirainsteinen, Ursprung/Počátky, dem Kegelberg und dem Aussichtsfelsen Hohen Stein/Vysoky kamen bis nach Wernitzgrün ist ausgeschildert und kann begangen werden. "Damit ist die Verbindung des deutschen und tschechischen Wanderwegenetzes im Kammbereich des Elstergebirges hergestellt und das Herzstück des künftigen Elstergebirgswegs realisiert", sagt er.

Es war im September 2017 gewesen, als der Erlbacher im Ortschaftsrat den Vorschlag einbrachte, den historischen Elstergebirgs-Kammweg im südlichen Teil des Vogtlandes als Pedant zum Erzgebirgskammweg wieder zu beleben. "Ausgeschildert werden müsste der Abschnitt zwischen den Dreirainsteinen und dem Ursprungberg/ Počátecký verch, der mit 819 Metern höchsten Erhebung des Elstergebirges. Damit könnte unter Einbeziehung bereits vorhandener Routen und markanter Wanderziele ein attraktiver Wander- und Radweg entstehen, der als Hauptwanderweg im südlichen Teil des oberen Vogtlands vermarktet werden kann", hatte Dick deutlich gemacht.


Die jetzige Route ist fast identisch mit der Strecke auf der Werbe- und Wanderkarte "Das schöne Vogtland in Sachsen", die 1927 von der Vogtländischen Verkehrsvereinigung mit Sitz in Treuen herausgegeben wurde. Der Weg verläuft ab den Dreirainsteinen an der Grenze entlang (Erlbacher Bergweg, gelb markiert) bis zum Abzweig in Richtung Počátky/Ursprung.

Der Verein tschechischer Wanderfreunde in Falkenau/Sokolov verlegt nach den Informationen von Norbert Dick seinen Hauptweg von Graslitz/Kraslice zum Hohen Stein/ Vysoky kamen (Markierung Rot) auf den Kamm und markiert alle Zugänge von Deutschland bis zur Grenze gelb. So führt der Weg ab der Grenze mit gelber Markierung bis zum tschechischen Hauptwanderweg. Ab dort ist er dann rot markiert - bis zu den höchsten Häusern von Ursprung/Počátky, von dort weiter zum Abzweig Kegelberg und weiter zum Hohen Stein/Vysoky kamen.

Von dort geht es dann auf der im Winter als Skiwanderweg genutzten Trasse nach Wernitzgrün mit dem Grenzübergang nach Schönbach/Luby. "Im Bereich Ursprung und Hoher Stein erwarten den Wanderer und Radfahrer herrliche Fernsichten", kommt der Erlbacher regelrecht ins Schwärmen.

Die Unterstützung für die Umsetzung des Projekts war dabei so international, wie der Weg selbst: die Stadt Markneukirchen, die Wandervereine Schönbach/Luby und Falkenau/Sokolov, der Erlbacher Ortsvorsteher André Worbs und Mitglieder des Wintersportvereins Erlbach, die sich um das Mulchen und Freischneiden der Strecke kümmern.

Die komplette Beschilderung auf tschechischer Seite soll demnächst erfolgen, der Weg ist aber laut Norbert Dick jetzt schon gut markiert. Die Zugänge vom Kegelberg und von Eubabrunn sind ebenfalls ab der Grenze gelb markiert und ausgeschildert.

Bei der Vorstellung des Projekts vor zwei Jahren sah es Norbert Dick als realistisch an, dass 2019 die ersten Wanderer auf dem Kammweg über das Elstergebirge unterwegs sein könnten. Er behielt recht.

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