Neues Naturtheater wird nach der Saison nochmals zur Baustelle

Die runderneuerte Freilichtbühne von Bad Elster wurde im Frühjahr auf den letzten Drücker fertig - Folge des Mai-Hoch- wassers. Jetzt stehen Rest- arbeiten an. Weiteres Thema: die Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen. Welche Idee es dafür gibt.

Bad Elster.

Das Schalmeienspektakel vorigen Sonntag war ausverkauft, das Gastspiel von Komiker Olaf Schubert heute Abend ist es, bei den Konzerten von Christina Stürmer und Matthias Reim waren ebenfalls alle 1500 Tickets weg. Kein Zweifel: Das Konzept der vergrößerten und in weiten Teilen erneuerten Veranstaltungsstätte geht auf, Vogtländer und Gäste nehmen die Bühne und ihr Programm an. Das ist die positive Bilanz, die Chursachsen-Chef Florian Merz, Verwaltungsdirektorin Heike Schlack und technischer Bühnenleiter Swen Solbrig kurz vor Ende der Saison ziehen. Dabei ist das Naturtheater noch gar nicht richtig fertig. Nachdem die Einweihung Anfang Juni gerade so gepackt wurde, stehen nach der Saison der Feinschliff und Restarbeiten an. "Für uns ging es in dieser Saison vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln", sagt Florian Merz. Auch die Parkplatz-Situation, zuletzt großes Thema bei vielen Gästen, rückt auf die Tagesordnung. Ein Überblick.

Das Parkplatz-Problem: Wenn das Naturtheater mit 1500 Besuchern ausverkauft ist und der Kurort auch sonst noch gut besucht, werden die Stellplätze für Pkw in Bad Elster knapp. Das wurde zuletzt sichtbar. Beim Schalmeienspektakel am Sonntag, bei dem neben dem Publikum auch noch Akteure in dreistelliger Zahl anreisten, wusste so mancher Gast mit seinem Fahrzeug nicht wohin. Die Verantwortlichen von Chursachsen und Stadtverwaltung haben das Thema dabei genau im Auge, wie Nachfragen der "Freien Presse" ergaben. Ihr Fazit: Die Parkplätze werden knapp, ja. Ein Problem sei aber, dass Autofahrer Stellflächen etwa im Parkhaus nicht ansteuern, wenn der Naturtheaterparkplatz mit seinen 470 Stellplätzen voll ist. "Es gibt eine große Abneigung gegen unser Parkhaus", sagt Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft). "Am Sonntag war das oberste Parkdeck beispielsweise noch frei." Schlott sagt, dass Gäste selbst nach Hinweisen aufs Parkhaus lieber im Kurort weiter suchen. Aber es gibt wohl auch ein Koordinierungsproblem. Wer nicht ortskundig ist, braucht einen Hinweis auf das halb leere Parkhaus, finden Florian Merz und Heike Schlack. Sie bringen deshalb die Idee von einem elektronischen Leit- system ins Spiel, wie es beispielsweise in Innenstädten zu finden ist. Bürgermeister Olaf Schlott setzt kurzfristig auf eine einfache Variante. Er denkt über Ordner nach, die Autofahrer am vollen Naturtheater-Parkplatz vorbei in in Richtung Parkhaus lotsen. Beim groß angelegten Gesundheits- und Sporttag am 22. September sollen sie es richten.

Das Umfeld: Grün statt Splitt und kahle Flecken, dieses Ziel steht für die Gestaltung des Theater-Umfeldes in den nächsten Monaten an. Vor der Eröffnung im Frühjahr wurde das Areal nur provisorisch hergerichtet. Es war gut nutzbar, die angestrebte Ästhetik jedoch fehlt bislang. Auch befestigte Wege sollen entstehen, damit sich die Anlage so barrierearm wie möglich präsentieren kann.

Die Toiletten: Eines der früheren Hauptprobleme wurde mit der Errichtung des neuen Sanitärtraktes unter der Publikumstribüne gelöst. Allerdings fehlte dort bislang der Fußboden. Der wird in Kürze noch eingebaut. Aufgefallen ist es wohl kaum jemandem.

Die Versorgung: Essen und Trinken gehören zum Theaterbesuch dazu - und müssen in Windeseile auf den Tisch. Grundsätzlich lief das bislang gut, bilanzieren die Verantwortlichen. Aber auch in diesem Bereich gibt es noch Provisorien. Geplant ist, im hinteren Bereich eine Grillhütte zu bauen: als sechs- eckiger Holzbau mit drei Ausgabestellen.

Das Kiesel-Thema: Was hübsch aussieht, hat sich in der Praxis als nicht tauglich erwiesen. Immer wieder rutschten Gäste auf den Kieselsteinen weg, die zwischen den Sitzreihen für ein Flair wie im Kurpark sorgen sollten. "Wir fassen das Ganze nochmals an", sagt Heike Schlack. "Wir wollen den Untergrund befestigen."

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