Oelsnitz: Großer Unmut über Unerledigtes

Die Stadträte haben die Verwaltung mit vielen Fragen gelöchert - oft zu Dingen, die schon mehrfach angemahnt wurden.

Oelsnitz.

Gleich ein halbes Dutzend Fragen hatte sich die Oelsnitzer Stadträtin Marion Schröder zur jüngsten Ratssitzung notiert - und es war alles andere als übersprudelnde Freude, die bei der langjährigen Abgeordneten herrschte. Das müsse jetzt mal raus, sonst platze sie, so die Lauterbacherin auf Nachfrage. Die Hängepartie mit der falsch tickenden Persiluhr am Heppeplatz war ein Punkt, aber längst nicht der einzige. "Freie Presse" nennt weitere Themen, die Abgeordnete als Auftrag an die Stadtverwaltung gaben.

Zuwuchernder Bach: Der zuwachsende Hainbach in Voigtsberg war schon beim Stadtspaziergang vor Wochen Thema. "Ich habe dazu etliche Anfragen erhalten, wie das Freischneiden eingetaktet wird", sagte Schröder und kritisierte zudem OB Mario Horn (CDU), der auf einen schriftlichen Bürgerhinweis dazu nicht reagiert habe. Die Arbeiten sollen nach im Sommer oder Herbst erledigt werden, versprach Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank.


Papierkörbe: Klaus Schumann (Die Linke) monierte einen seit Langem fehlenden Papierkorb an der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße/Postberg und einen weiteren kaputten an der nahen Bushaltestelle. Trotz Bürgerhinweisen sei nichts geschehen, beklagte er und machte zugleich deutlich, sich nicht mit der Auskunft zufriedenzugegeben, wer dafür zuständig sei und wer nicht.

Postareal: Die von Ulrich Lupart (DSU) vor längerer Zeit als kaputt gemeldete Lampe am früheren Postamt sei immer noch aus, so der AfD- Politiker. Stadtwerke-Prokuristin Ines Puhan nahm den erneuten Hinweis auf. Luparts Anregung, die kleine städtische Grünanlage vor der Post ("jämmerlicher Zustand") herzurichten, verpuffte. Es werde weiter "quer drübergelatscht", hieß es.

Seitengraben zu: Die Stadt habe den Graben gegenüber der früheren Lauterbacher Schule (nun Wohnheim) gekauft, mache aber nix dran, so Schröder. Sie wollte indes nicht nur kritisieren: Das Problem mit dem Gestank in Lauterbach sei nach einem Ortstermin trotz der starken Hitze im Juni nicht wieder aufgetreten, teilte die Abgeordnete mit.

Gefahrenstelle: Der Fußweg an der B 92 nahe der Einfahrt der Firma Schrottmobil sei eingebrochen, so René Buze (Freie Oelsnitzer Bürgerschaft). "Da kann man als Fußgänger reinfallen", sagte er - die Schadstelle sei zwar provisorisch abgedeckt, müsse aber gebaut werden, sagte er.

Wucherndes Gras: Dringend gemäht werden - und zwar früher, bevor sich Unkrautsamen nach dem Ausblühen verteilen - müsse nach Baumaßnahmen hochwucherndes Gras an der Lutherstraße 17, sagte Waltraud Klarner (Die Linke). "Das sieht so schäbig aus", beklagte sie

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