Oelsnitzer zeigt Plauener Panoramen

Nach einem Buch mit Aufnahmen aus der Sperken-stadt legt Jürgen Löhnert nach. Diesmal aber ohne Wirbel um seine Bilder, die er per Drohne macht.

Plauen.

Schon auf der ersten Seite des Probe-Buchs bleibt das Auge hängen. Und schaut. Und schaut. Ständig ist Neues zu entdecken. Plauen von Untere Endestraße bis zum Stadtbad, mittendrin die Baustelle Schlossberg - 100 solcher Doppelseiten zeigen die Spitzenstadt auf Panoramafotos des Oelsnitzer Fotografen Jürgen Löhnert bald in einem Buch. "Die Plauener wirken auf mich sehr heimatverbunden", erklärt er. Ihnen könnte das Werk gut gefallen, vermutet er.

Plauen ist das mittlerweile elfte Buch der Reihe. Im Vorjahr erschien bereits eine vogtländische Stadt als Panorama-Buch beim Verlag allround Publication: "Perspektivwechsel Oelsnitz. Ein Spaziergang über den Dächern der Stadt". Damals hatte es während der Aufnahmen Ärger im Oelsnitzer Stadtrat gegeben. Doch damals wie heute werde keine Privatsphäre verletzt, erläutert der Profi: "Wir starten auf öffentlichem Grund und Boden", sagt er. Aus 100 Metern Höhe seien auf den Fotos, die per Drohne geschossen werden, keine Menschen zu erkennen. Meldung der Flüge an die Polizei, Versicherung, Nummernschild zur Nachverfolgung an dem Flugkörper und eine Genehmigung vom Luftfahrtbundesamt, dass er per Drohne in Sachsen Fotos machen darf: alles da.

"Meistens fotografiere ich zwischen 7 und 8 Uhr morgens, da ist das schönste Licht", verrät Löhnert. Ab und zu hätten ihn Plauener angesprochen und seien begeistert davon gewesen, was er vorhat. Im Schnitt braucht es 30 einzelne Fotos, um daraus am PC ein großes Panorama zu basteln, so Löhnert. In jeder Doppelseite stecken drei bis vier Stunden Arbeit. Er lichtet die Ansichten aus der sogenannten Kameradschaftsperspektive ab: "Da sind nicht nur Dächer zu sehen wie von einem Hubschrauber aus. Sondern auch Horizont und Wolken", erklärt er.

2500 Bücher der Plauener Ausgabe sind geplant. "Mehr als in Oelsnitz", schmunzelt Löhnert. Sie hätten sich dort nämlich sehr gut verkauft. Auch historische Fotos von bekannten Plätzen will er einbauen, stets gegenübergestellt mit der aktuellen Ansicht, fotografiert aus genau derselben Perspektive wie die alte Aufnahme.

Kosten soll das Buch übrigens 29,90 Euro, erscheinen soll es voraussichtlich im Oktober. Auch sein persönliches Lieblingsbild verrät Löhnert vorab: "Darauf ist der Obere Bahnhof zu sehen."

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