Open-Air-Kino in Adorf: Premiere macht Lust auf mehr

Sommer, Sonne, Filmgenuss: Das Freiluftspektakel war bei seiner Erstauflage ein Erfolg. Viele Partner haben mitgezogen.

Adorf.

Nach der erfolgreichen Open-Air-Kinoveranstaltung in Adorf ist eine Neuauflage wahrscheinlich. Das sagte Kay Burmeister, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsgesellschaft. Burmeister hatte die Idee zum Filmabend unter freiem Himmel.

Die Premiere der Open-Air Veranstaltung auf der Wiese zwischen der Goethe- und Schillerstraße im Neubaugebiet kam bei zahlreichen Besuchern großartig an. Auf einer großen LED-Wand des Unternehmens Blue Vision aus Thoßfell konnten Besucher Kinoatmosphäre genießen. Von den Bänken an den Biertischen oder auch auf den mitgebrachten Decken am Hang der Wiese machte die Kinovorführung bei Bratwurstduft und kühlen Getränken besonders viel Spaß. So verfolgten zunächst die jungen Besucher die computeranimierte Komödie Madagascar 3: Flucht durch Europa, bevor für die Erwachsenen der Film "Terminal" präsentiert wurde. Vor den Filmvorführungen fand ein Programm mit Melodien der Adorfer Blasmusikanten, einer Vorführung des Hundesportvereins Plauen sowie Darbietungen der Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten Zwergenvilla und Michaelis-Kindergarten statt. Außerdem erfreute eine Aufführung mit Clown Jens Bühring und präsentierte die Tanzgruppe "Die Lauterbacher" des Vereins für Innere Mission Marienstift Oelsnitz unter der Leitung von Maritta Leipold eine Darbietung.

"Im vergangenen Jahr fand in der Schillerstraße ein Stadtteilfest statt, das aber etwas versteckt war und daher weniger Resonanz fand", berichtet Kay Burmeister. "Die Wiese am Spielplatz erschien mir für eine Veranstaltung im Wohngebiet als günstiger Platz. Auch hatte die Stadt Adorf hier ganz in der Nähe früher einmal das Kino und so entstand daraus auch die Idee, ein 1. Sommernachtskino zu veranstalten."

Unterstützt wurde das Vorhaben vom Adorfer Verein Kleinstadt-Perspektiven. Burmeister konnte auch die Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht" mit 37 Tafeln von Pro Asyl für die Umrahmung der Veranstaltung gewinnen. Während die Ausstellung über Fluchtursachen informierte, fand eine Gesprächsrunde statt. Eingeschätzt wurde, dass in Kleinstädten wie Adorf weniger Probleme bei der Integration auftreten als vergleichsweise in Großstädten. Für Probleme sorgen sprachliche Barrieren. Diese haben die jungen Migranten Morteza Jaferin und Nilofan Aghaic, die aus Afghanistan stammen und schon zwei Jahre in Adorf wohnen, erfolgreich überwunden. Die junge Frau will Medizin studieren, der junge Mann eine Ausbildung als Fachlagerist starten.

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