Parken: Roter Markt gibt schlechte Visitenkarte ab

Die innerstädtische Stellfläche in Markneukirchen ist nicht das, was Bürger und Stadt wollen. Um eine Lösung wird gerungen.

Markneukirchen.

Der Winter hat das obere Vogtland noch in weiten Teilen im Griff - beim Parkplatz Roter Markt in Markneukirchen war es am Dienstagnachmittag noch so. Teils nicht geräumte Flächen, Seenlandschaft - genau der Zustand, den Bürger Olaf Leistner schon bei der Einwohnerversammlung in der Aula des Gymnasiums kritisiert hatte. "Ein trauriger Zustand", betont er, verwies auf fehlende Beleuchtung - und sagte mit Blick auf die verkehrt herum stehende Parkplatz-Infotafel: "Können wir uns das leisten?"

Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) versuchte gar nicht erst, zu beschwichtigen. Er bezeichnete das Geschaffene als Provisorium. "Es macht kein gutes Bild für die Stadt", gab er zu. "Ich habe das auf dem Zettel", so der Verwaltungschef, räumte aber ein, für den Parkplatz den Stein des Weisen noch nicht gefunden zu haben. "Wenn ich die Wahl habe, an der Leithen oder am Roten Markt etwas zu machen, dann mache ich die Leithen", sagte Rubner mit Blick auf die Prioritäten der Verwaltung. Die Lage des Parkplatzes - erreichbar über Breite Straße, für Ortsunkundige nicht leicht zu finden, ist ein Problem. Dass Löcher geflickt wurden, reicht nach Bürgermeinung nicht. In der Tat: Wer den Platz über die Ausfahrt Mühlgasse verlässt, muss Pfützen umkurven. "Das Problem des Platzes ist die Entwässerung. Sie muss gebaut werden. Das kostet für die riesige Fläche aber richtig Geld", betont Rubner. Könnte nicht eine Elektroladesäule den Parkplatz aufwerten, wurde gefragt. "Wir sind darüber, dass da was passiert", so der Bürgermeister zu diesem Thema.

Die große Infotafel sollte an den Kreisverkehr Adorfer Straße umziehen, wo vor den Edeka-Ansiedlungspläne ein Parkplatz vorgesehen war. Die Tafel soll weiter hier hin, sagte Rubner. Unklar ist, ob dabei ein Fehler behoben wird: Auf dem Plan ist das entstehende Ärztehaus als "Kirche" markiert - die steht aber am andere Ende des mittleren Marktes.

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