Polizeirevier Plauen: Mehr Personal angekündigt

Innenminister Roland Wöller (CDU) zu Gast in der Redaktion

Für Sie berichtet: Gunter Niehus

Die Polizei im Vogtland wird verstärkt - aber die Kommunen müssen auch selbst mehr für ihre Sicherheit tun. So die Grundaussage von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) bei seinem Besuch in der Plauener Lokalredaktion der "Freien Presse". Ein weiterer Schwerpunkt: Soll es im Vogtland wieder bedeutende Bildungseinrichtungen oder Ämter geben?

Polizeireviere: Das Plauener Polizeirevier wird ab Mitte des kommenden Jahres saniert und ausgebaut. So die Aussage von Wöller, mit der er frühere Zusagen zu diesem Thema noch einmal bekräftige. Das Gebäude ist marode, nötig wäre die Sanierung schon lange. Warum erst so spät? Wöller: "Das ist kein Problem des Geldes." Es fehle aber an Personal im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB), das solche Sanierungen koordiniert. Auch die anderen Reviere im Vogtland seien in ihrem Bestand gesichert.

Personalstärke: In Sachsen sind laut Innenminister ab 2019 mehr Polizisten geplant, besonders im Streifendienst und für die Bekämpfung von Kriminalität. Wöller: "Es ist davon auszugehen, dass es maßgeblich auch Plauen betrifft." Konkrete Zahlen, wie viele neue Einsatzkräfte hierherkommen und für mehr Präsenz im Stadtbild sorgen sollen, nannte er nicht.

Wachpolizei: Seit zwei Jahren verstärken Wachpolizisten nach einer dreimonatigen Ausbildung die Reviere im Vogtland. Diese Möglichkeit läuft 2020 aus. Ob das Projekt Wachpolizei verlängert wird, steht laut Minister noch nicht fest. Doch selbst wenn - eine Dauerlösung ist es wohl nicht. Wöller: "Die Wach- polizei wird endlich sein."

Städte sollen ran: Nicht nur die Polizei, auch die Kommunen sollen mehr für die Sicherheit tun, so der Innenminister. "Sie könnten die Jugend- und Sozialarbeit stärken", so Wöller. Dafür sollen die Städte und Gemeinden finanzielle Unterstützung bekommen. Ob die vogtländischen Städte bislang zu wenig machen, dies wollte der Minister so konkret damit zwar nicht aus- drücken. Allerdings sagte er: "Da ist Luft nach oben."

Ländlichen Raum stärken: Das Aus für den Hochschulstandort Reichenbach wurde von vielen in der Region auch als Bedeutungsverlust für den ländlichen Raum im Vogtland gewertet. Will die Landespolitik gegensteuern und bedeutende Bildungseinrichtungen oder Ämter im Vogtland ansiedeln? Der Minister schloss das zwar nicht kategorisch, hielt den Ball aber betont flach: "Ich werde keine Versprechungen machen, die man nicht halten kann."

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