Premiere für Naturhochzeit in Siebenbrunn: Ein Ja unter Bäumen

Auf dem Gläsernen Bauernhof in Siebenbrunn haben zwei Plauener geheiratet - mit Wald, Wasser und Tieren ringsum.

Siebenbrunn.

Nur zu zweit waren Sarah Glowatzki und Sören Reuter vor gut einem Jahr in Baabe auf Rügen, um während des Urlaubs standesamtlich ihren Lebensbund zu besiegeln. "Ein Quickie-Version", wie sie sagen, und "nur wegen des amtlichen Papiers". Als nunmehr Ehepaar Reuter und Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde Plauen hatte die kirchliche Zeremonie am Samstag auf dem Gläsernen Bauernhof in Siebenbrunn für sie eine weitaus größere emotionale Bedeutung.

Im Kleid der Braut hatte sich ein Tannenzapfen verhakt, die Vögel hielten nicht inne mit ihrem Konzert, an den Bäumen hing rustikaler Schmuck aus Blumen und Gräsern, die Wolken am Himmel zeigten Gnade, als sich die Hände von Sarah und Sören Reuter verbanden und sie von ihrem Gemeindevorsteher Karsten Treiber mit "Dienet einander mit den Gaben, die ihr empfangen habt" und "Ehen werden im Himmel geschlossen" in die gemeinsame Zukunft begleitet wurden. Genau so und nicht anders hatten es die Beiden gewollt: Ihr "Ja!" und sein "Ja!" in der Natur, unter freiem Himmel, um dem Allmächtigen noch näher sein zu können als unter dem Dach einer Kirche.


Für die naturverbundenen Sarah und Sören hat sich der Gläserne Bauernhof als perfekter Ort dafür erwiesen und sie waren die Ersten, die ihn für ihre kirchliche Trauung nutzten. Sarah: "Wald und Wasser ringsum, Tiere, mit denen sich die Kinder der Gäste beschäftigen können, genügend Platz, für die Unterkunft ist gesorgt, niemand wird durch die Musik gestört. Als wir im Frühjahr das erste Mal hier waren, hat es uns gleich gefallen." Sören ergänzte, dass sie von Bekannten vom Gläsernen Bauernhof erfuhren: "Wir wurden mit offenen Armen aufgenommen und sehr unterstützt. Wir wollten eine schlichte Hochzeit und das hat sich erfüllt."

Nur vor einem hatten Sarah und Sören ein wenig Bange: Plan B mit vorsorglich aufgestellten Zelten gegen Regen muss in Kraft treten. Zumindest den Tag über konnte er in der Schublade bleiben. Von einem blieben sie allerdings nicht verschont, obwohl sie auf diese Tradition gern verzichtet hätten: Bock und Säge standen bereit zum Zersägen eines Stammes. Die Gäste wollten es so.

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