Radon: Kurort schnürt Paket für Schule

Maßnahmen betreffen vor allem Kriechgang im Haus

Bad Elster.

Die Stadt Bad Elster will die Radonbelastung im Gebäude der Grundschule weiter reduzieren. Im Haus waren die seit Anfang 2019 geltenden Referenzwerte teils überschritten worden. Mit steigender Konzentration des schweren, instabilen, geruchs- und geschmacklosen Edelgases Radon in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko von Lungenkrebs zu. Im Mittelpunkt der nun öffentlich vorgestellten Maßnahmen des Fachplaners G.U.B. aus Plauen steht der Kriechgang unter dem Erdgeschoss, der als größte Radoneintrittsquelle ins Schulgebäude identifiziert wurde. Planung und Bauarbeiten sollen bis Ende 2019/ Anfang 2020 umgesetzt werden.

Der Kriechgang soll mit Blick auf aufsteigende Luftbewegungen vom restlichen Haus abgekoppelt werden, damit keine radonhaltige Luft nachströmen kann. Eine aktive Lüftung des Gangs ist im Plan. In vielen Räumen der Schule hatte durch ein gezieltes Lüften die Radonbelastung vor allem in der Zeit, in der sich Kinder hier aufhielten, deutlich gesenkt werden können. Problem waren die Wochenenden, an denen Fenster und Türen zu blieben. Zeitaufgelöste Messungen sollen zeigen, ob die Maßnahmen erfolgreich waren. Für die anstehende Heizperiode werden Messungen neu stattfinden, so Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) auf Frage von Stadträtin Mirjam Knopp (Freie Wähler). Sie hatte als Elternsprecherin das Thema öffentlich gemacht. "Ich freue mich über das jetzt aktive Handeln der Stadt", lobte sie. Die Fachplanung kostet 8766 Euro. (hagr)

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