Region der halbierten Einwohner

Drastischer Rückgang im oberen Vogtland

Klingenthal.

Leben in den neuen Bundesländern zumindest noch so viele Menschen wie 1905, so fällt speziell für das obere Vogtland der Bevölkerungsrückgang noch drastischer aus, wie ein Blick auf das Gebiet zwischen Schöneck, Klingenthal und Muldenhammer zeigt. In der Region leben heute nur noch etwa halb so viele Menschen, wie vor einem knappen Jahrhundert.

Klingenthal: Aktuell zählt die Stadt, die inzwischen eine Ausdehnung von Oberzwota bis Mühlleithen erreicht hat, rund 8500 Einwohner. Nach der Eingemeindung von Zwota 2013 waren es noch knapp über 9000 gewesen. 1923 bestand dieses Gebiet aus einer Stadt und sieben Landgemeinden, die zusammen 17.900 Einwohner zählten - mehr als doppelt so viele wie knapp 100 Jahren später.


Schöneck: Aktuell zählt die Stadt Schöneck rund 3100 Einwohner. 1912 waren es knapp 4900 gewesen. Beginnend im Jahr 1950 wurden bis 1996 die Dörfer Eschenbach, Korna, Kottenheide, Gunzen mit Zwotental, Schilbach und Arnoldsgrün eingemeindet. Dort leben aktuell rund 1100 Einwohner. Das heißt, auf die Kernstadt entfallen noch etwa 2000.

Muldenhammer: Die 2009 durch den Zusammenschluss von Hammerbrücke, Tannenbergsthal und Morgenröthe-Rautenkranz entstandene Gemeinde zählt knapp über 3000 Einwohner. 1923 hatten die damals sechs selbstständigen Gemeinden Hammerbrücke, Friedrichsgrün, Gottesberg, Tannenbergsthal, Jägersgrün und Morgenröthe-Rautenkranz zusammen knapp 5200 Einwohner. Muldenberg, das heute zu Grünbach gehört, zählte damals 568 Einwohner, aktuell sind es noch knapp 200. (tm)

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