Remtengrün: So soll der neue Aussichtsturm aussehen

Das Preisgericht hat sich entschieden, was auf der Höhe im Adorfer Ortsteil gebaut werden soll. "Freie Presse" zeigt den Sieger-Entwurf. Was nun die nächsten Schritte sind.

Remtengrün.

Jetzt steht es fest: Ein für futuristische Ideen bekanntes Chemnitzer Architektenbüro soll den neuen Aussichtsturm in Remtengrün entwerfen. Die aus Sachverständigen und Vertretern der Stadt zusammengesetzte Jury hat mehrheitlich dem Vorschlag der Furoris Gruppe den 1. Preis zuerkannt. In der öffentlichen Stadtratssitzung am 17. Dezember wird der Sieger-Entwurf vorgestellt. Die Entscheidung des Preisgerichts ist fix - der Stadtrat entscheidet lediglich über die stufenweise Vergabe des Auftrags an das Büro, erklärte Stadtbaumeister Mario Beine auf Anfrage.

In die Entscheidung der Jury floß neben der Gestaltung auch ein, dass der Entwurf Anforderungen der Statik berücksichtigt und den vorgegebenen Kostenrahmen von 280.000 Euro einhält. Die Preisrichter hatten über sechs zunächst namenlos eingereichte Entwürfe zu befinden. Wie diese aussehen, davon kann sich ab sofort jeder ein Bild machen - die Wettbewerbs-Beiträge sind in der ersten Etage des Adorfer Rathauses ausgestellt und können zu den Öffnungszeiten der Verwaltung besichtigt werden. Darunter sind Ideen, die etwa ein A (für Adorf) symbolisieren sollen, Türme mit wendelartigem Umlauf oder mit Aussichtsterrassen, die optisch an einen Sprungturm erinnern.

Dass der Ersatz für die verschlissene 25 Jahre alte Holz-Konstruktion im Adorfer Ortsteil kommen wird, ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Die erste ist das Fließen von Fördermitteln. Diese hat die Stadt im März aus dem Programm Leader für den ländlichen Raum beantragt und inzwischen die Aussage erhalten, dass eine Förderung von maximal 200.000 Euro in Aussicht gestellt wurde. Als zweites hat sich die Stadt ein Spendenziel von 40.000 Euro gestellt und ruft deshalb die Bürger auf, ihr Interesse an einem neuen Turm auch in klingender Münze zu dokumentieren.

Die Ausführung des neuen Turmes in Stahlbauweise war im Architektenwettbewerb vorgegeben - was zum einen Bruch mit dem Erscheinungsbild der bisherigen Türme in Remtengrün darstellt, aber zugleich den negativen Erfahrungen mit der Witterungsanfälligkeit des Holzes der aktuellen, inzwischen aus Sicherheitsgründen gesperrten Konstruktion geschuldet ist. Hinter dem siegreichen Büro Furoris stehen die Chemnitzer Architekten Rico Sprenger und Sebastian Decker. Von ihnen stammt unter anderem das 2015 fertiggestellte Bürogebäude der Euro-Courier-Logistics in Chemnitz, das mit seiner Linienführung an ein Raumschiff erinnert, und die ebenfalls Anklänge an ein Ufo aufweisende Idee für die neue Firmenzentrale des Maschinenbauspezialisten BHS aus Weiherhammer (Oberpfalz), welche vor einem Jahr für Aufsehen gesorgt hat.

Wegen dauerhafter Probleme trotz Investitionen in den vergangenen Jahren hatte sich der Technische Ausschuss des Adorfer Stadtrats am 14. November 2017 für den Abriss des bisherigen Remtengrüner Aussichtsturmes entschieden. Bis der Abriss kommt, wird aber noch Zeit vergehen, sagt Stadtbaumeister Beine. Wenn Fördermittel und Spenden in nötiger Höhe stehen, die Pläne vorliegen, kommt erst der Bagger. Zudem muss vom Turm zuvor die Installation des kabellosen Funks der Adorfer Firma GP Elektronik abgebaut werden - damit die Adorfer nicht ohne Bürgernetz dastehen.

Spenden für den Neubau des Aussichtsturmes in Remtengrün sind möglich auf das Konto der Stadt Adorf bei der Sparkasse Vogtland, IBAN DE19870580003721001051, BIC: WELADED1PLX, Verwendungszweck Turm.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    Goschi
    06.12.2018

    Ein Turm ist besser wie gar keiner und wichtig ist, dass wieder einer hinkommt.

    Meines Erachtens ist Aussehen und Form für einen Aussichtstum im Wald nicht passend. Das sieht aus wie ein Baugerüst für Hauswände und gehört nicht in einen Wald. Es zeugt nicht von Heimatverbundenheit, gliedert sich nicht in die Ungebung ein und gehört nicht in einen Wald. Mit modern hat das nichts zu tun. Ein Wald ist nunmal ein Wald, in einem Biotop so ein Ding hinzustellen...
    Das ist nur meine Meinung, klar die Geschmäcker sind verschieden.



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