René Buze will Oelsnitz wieder zu begehrtem Wohnstandort machen

OB-Wahl Oelsnitz: Vier Kandidaten treten zur Wahl am 17. März an. Wir stellen sie vor. Heute René Buze (Liberale unabhängige Bürger).

Oelsnitz.

Erschließung weiterer Eigenheimgebiete, Erleichterung der Neubebauung in den Ortsteilen, Schaffung moderner Mietwohnungen in der Innenstadt und Bau einer Seniorenresidenz: Wohnen ist das Thema Nummer 1 von René Buze. "Oelsnitz muss wieder ein begehrter Wohnstandort werden", sagt der 47-Jährige. 9 von 22 Punkten in seinem Wahlprogramm drehen sich um den Wohnstandort, der aus seiner Sicht zuletzt vernachlässigt wurde. "Wir haben viel in Industrie investiert, das war richtig. Jetzt ist aber dort ein gewisser Stand erreicht", sagt Buze. Deshalb sei das Thema Wohnen dran. "Da will ich ran."

Das neue Eigenheimgebiet Raschauer Grund, das René Buze als Ratsmitglied befördert hat, entsteht in diesem Jahr. Er sieht es aber nur als ersten Schritt. Weitere Möglichkeiten fürs Bauen gelte es zu schaffen, auch in den Ortsteilen.

Als wichtige Stellschraube für die Stadtentwicklung betrachtet René Buze dabei die Oelsnitzer Wohnungsbaugesellschaft (Oewog). Sie kümmert sich bislang vor allem um ihren eigenen Wohnungsbestand. Diese eher passive Rolle will René Buze als Oberbürgermeister ändern. "Die Oewog muss sich neu orientieren", fordert der OB-Kandidat. "Sie hat zwar viele Wohnungen frei, aber nicht die, die unsere Leute suchen." Geht es nach René Buze soll die Oewog künftig zudem auch eine tragende Rolle bei der Stadtentwicklung übernehmen - Kommunen wie Adorf machen es bereits vor. Wo Private nicht investieren wollen oder können, die Stadt jedoch ein großes Interesse an Einrichtungen oder den Erhalt von prägenden Gebäuden in der Innenstadt hat, soll das kommunale Unternehmen einspringen. Als Beispiel nennt René Buze die leerstehende Gaststätte neben dem Rathaus. Dort kann er sich beispielsweise die Tourist-Information vorstellen, die er gern an den Markt holen will. Auch der Wunsch nach einer ordentlichen Gaststätte am Markt sieht er dort als erfüllbar an, wenn die öffentliche Hand mit zupackt. Ist das Risiko für die Stadt dabei nicht zu groß, wenn sie letztlich als Verpächter auftritt? "Auf dem Schloss machen wir es doch auch", hält er entgegen.

René Buzes Steckenpferd ist die Finanzpolitik. Als mahnende Stimme haben ihn seine Stadtratskollegen in den vergangenen Jahren in Finanzfragen erlebt. Solide und nachhaltig will er wirtschaften, die Stadt dürfe sich nicht übernehmen, Projekte müssten besser vorbereitet und vorberaten sein, fordert er. Er kritisiert Hauruck-Aktionen und eine "gewisse Überrumpelungstaktik" des Oberbürgermeisters. Zu später Stunde bekomme man als Stadtrat Vorlagen präsentiert, die stets auch sogleich beschlossen werden müssten. "Ich will aber keine Schnellschüsse", sagt der Unternehmer.

Ideen hat René Buze auch für die Stadtverwaltung. Mehr Effizienz, mehr Bürgernähe, eine neue Abteilung. Ein Resort für Wirtschaftsförderung fehle, sagt er. Ihm schwebt es als Bindeglied zwischen Industrie und der Stadtgesellschaft vor. Die Oelsnitzer und ihre Unternehmen würden sich kaum kennen. Der Gewerbeverband sei zwar auf diesem Gebiet aktiv, könne die Rolle aber nicht allein ausfüllen. Auch einen Experten für Fördermittel will er ins Rathaus holen, um Finanzierungs-Chancen noch besser zu erkennen. Bislang gebe es dafür im Rathaus keine zentrale Stelle.

Sein Antrieb? "Ich fühle mich meiner Heimatstadt verbunden", sagt René Buze. "Es ist an der Zeit und notwendig, die Führung zu übernehmen."

Bürgerforum der "Freien Presse" mit allen vier Kandidaten: am 7. März, ab 19 Uhr am Oelsnitzer Julius-Mosen-Gymnasium.


Zur Person

René Buze ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Der Diplom-Ingenieur für Kraftfahrzeugtechnik ist Inhaber eines Konstruktionsbüros mit Werkzeugbau und verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer. Als Mitglied des Stadtrates besitzt er langjährige kommunalpolitische Erfahrung.

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1Kommentare
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    Walkia
    21.02.2019

    Man kann Herrn Buze nur empfehlen, das „Peterprinzip“ zu lesen. Dann wird er vielleicht die richtigen Schlüsse ziehen und entsprechend handeln - man kann es nur hoffen...



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