Rockherbst als Abend unter Freunden

Erfolgreiche Premiere in Oelsnitz: 200 Besucher kamen zum Rockherbst in die Katharinenkirche. Viele haben Lust auf mehr.

Oelsnitz.

Die drei Oelsnitzer Bands Raschhour, Logo und Monkz standen zur ersten Auflage des Oelsnitzer Rockherbstes am Samstagabend in der Katharinenkirche auf der Bühne. Mit 200 Besuchern war die Veranstaltung ausverkauft. Geworben werden musste dafür kaum.

"Es ist praktisch ein Abend unter Freunden. Die Musiker bringen alle ihre Fans und Freunde mit, jeder kennt jeden", sagt David Schmidt, einer der Besucher. "Es ist sehr familiär und macht großen Spaß, so miteinander Zeit zu verbringen. Das hat bis jetzt in der Stadt gefehlt." Weil in Oelsnitz immer mehr Kneipen schließen und die Katharinenkirche zur Kneipennacht bereits als Konzerthaus genutzt wurde, kann David Schmidt so einer Veranstaltung nur Gutes abgewinnen. "Ich bin vor drei Jahren von Plauen nach Oelsnitz gezogen. Seitdem hat die Kneipenkultur hier Stück für Stück nachgelassen. Es gibt kaum noch Möglichkeiten, um wegzugehen. Deshalb gehören solche Veranstaltungen hierher", ist Schmidt überzeugt.

Der Rockherbst war auch ein Stelldichein für die Oelsnitzer Bands, die eine Gelegenheit bekamen, ihre Livemusik vor Publikum zu spielen - besonders für Gitarrist und Sänger Stefan Weber und seiner Band Raschhour, die es erst seit rund einem Jahr gibt. Der Bandname ist an die Raschauer Straße in Oelsnitz angelehnt, weil die Band ihren Proberaum im Gebäude der ehemaligen Kneipe Raschauer Eck hat. Der 31-Jährige spielte zum Auftakt des Abends mit seinen Musikern Raphael Roth, René Muck sowie Anne und Michael Stör zahlreiche Coversongs von Bryan Adams, Creedence Clearwater Revival bis hin zu Rammstein - und das ziemlich solide. Er sagt über den Abend: "Für uns war es schön, wieder einmal vor Publikum gespielt zu haben. Das kam bisher noch nicht so oft vor." Er lobt den Zusammenhalt der Musiker untereinander. "Ich spiele zum Beispiel auch das Schlagzeug bei den Monkz. Wenn mal ein Musiker ausfällt, schließt schon mal jemand von einer anderen Band die Lücke. Wenn es das nicht geben würde, könnte die eine oder andere Band bei solchen Veranstaltungen gar nicht mehr auftreten. Jeder hilft jeden."

Die Veranstaltung wurde genutzt, um für die Stiftung "Hilfe für krebskranke Kinder im sächsischen Vogtland" Geld zu sammeln. Für diese engagiert sich der Oelsnitzer Jürgen Fortak. Insgesamt kamen 1000 Euro zusammen. Laut Veranstalter Björn Fläschendräger sollen bei künftigen Veranstaltungen unter seiner Regie weiter Spenden für die Stiftung gesammelt werden.

Bis 1 Uhr nachts wurde gefeiert. Die Mehrheit der Besucher war der Meinung, dass der Rockherbst eine Bereicherung für das Ausgehpublikum sei. Wie Björn Fläschendräger sagt, hat die Kirche genau die richtige Größenordnung für solche Events - klein und familiär. "Auch mit den Publikum waren wir sehr zufrieden."

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