Rückkehr des Siedlerfestes lockt Gäste in Scharen

Das in Privatinitiative nach 23 Jahren wiederbelebte Fest am Oelsnitzer Stadtrand sah allein am Samstagabend 800 Besucher.

Rückkehr des Siedlerfestes lockt Gäste in Scharen

Von Thomas Gräf

Das hatten die Organisatoren des ersten Oelsnitzer Siedlerfestes seit langem nicht erwartet: Nach eher dürftigem Besuch am Familiennachmittag mit Reiten, Hüpfburg oder Kinderschminken hatte sich am Samstagabend eine kleine Völkerwanderung in Richtung des Areals am Ende der Finkenburgstraße auf dem Weg gemacht. Letztlich feierten rund 800 Gäste am Stadtrand bei lauen Temperaturen zur Musik von OB Live auf dem Areal zwischen Finnhütte und Goldfischteich bis in den frühen Morgen.

"Wir sind vollauf zufrieden. Am Nachmittag waren zwar weniger Leute da als erhofft, am Abend dafür viel mehr als erwartet", zog Mitorganisator Philipp Stöß Bilanz. Er und die rund 30 Helfer wurden vom unerwarteten Ansturm dann doch ein wenig überrollt. Trotz dreier pausenlos laufender Zapfhähne blieb die Schlange am Bierstand lang.

Aber die rührigen Organisatoren um Stöß und Roberto Ott, die die Kosten für das Fest aus der Privatschatulle vorgeschossen hatten, zeigten sich flexibel. Mit technischer Unterstützung der Gaststätte Zur Pforte wurde kurzerhand ein zweiter Ausschank geöffnet, der merklich Abhilfe für alle durstigen Kehlen schuf. "Einen großen Dank dafür an Udo Kosellek", lobte Stöß. Auch sonst gab es für die freiwilligen Helfer beim ersten Siedlerfest seit 1995 viel zu tun. Immer wieder mussten neue Biertischgarnituren herangeschleppt werden.

Schön anzusehen: In den Straßen um den Veranstaltungsort war die Identifikation mit der wieder aufgelebten Veranstaltung zu spüren. Einfallsreich geschmückte und illuminierte Vorgärten erfreuten die Gäste. Stöß: "Bei dieser Resonanz müssen wir echt überlegen, ob wir das nächstes Jahr wieder machen. Aber bevor wir uns entscheiden, ziehen wir erst mal in Ruhe Bilanz."

0Kommentare Kommentar schreiben