Sachsenhofstüberl stellt sich Konkurrenz

Die Gaststätte aus Bad Elster nimmt als einziges Restaurant aus dem oberen Vogtland am diesjährigen Gastro-Wettbewerb "Kloßvogt" teil. Was man sich davon erhofft und weshalb nicht nur die Speisekarte Gäste anlockt.

Bad Elster.

Sachsenhofstüberl-Betreiber Horst-Jürgen Engel und sein Koch René Windecker freuen sich: Erstmals wollen sie ihre Speisen einer unabhängigen Jury auftischen. Die Gaststätte aus Bad Elster nimmt am diesjährigen "Kloßvogt"-Wettbewerb teil, der traditionelle vogtländische Gerichte in den Mittelpunkt stellt. Die Jury kommt unangemeldet. Der Sieger wird am 29. Oktober in Reichenbach gekürt.

"Es ist für uns immer wichtig, ein Feedback von den Leuten zu bekommen, sei es von einer Fachjury oder von unseren Gästen. Denn dadurch wissen wir, wo wir stehen und können uns weiterentwickeln. Mehr Zulauf von Gästen erwarte ich dadurch nicht", sagt Horst-Jürgen Engel.


Dass das Sachsenhofstüberl sehr gut in den Wettbewerb passt, zeigt nicht nur die Speisekarte mit den unterschiedlichen regionalen Gerichten. "Wir beziehen kulinarisch bewusst auch das alte Vogtland mit ein, um gut bürgerlich, rustikal und vielfältig aufgestellt zu sein", erklärt Horst-Jürgen Engel. Die Nachbarregionen finden sich ebenfalls wider: Von Würzfleisch über deftiges Steak bis hin zum fränkischen Schäufele (Schweineschulter) reicht die Speisekarte. Auch Experimentierfreude legen Betreiber und Koch an den Tag. "Ein Kloß ist ein Kloß", sagt Engel. "Doch man kann bei den Semmelbröseln geschmacklich viel verändern, sodass der ganze Kloß immer mal anders schmecken kann." Beim Nachtisch geht es ebenfalls kreativ zu: Zum Beispiel wird hin und wieder die beliebte Nachspeise Tiramisu mit Bierlikör verfeinert und als "Bieramisu" auf die Karte gesetzt. Verschiedene Kreationen von Rouladen erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. "Ich lasse mich viel von anderen Küchen inspirieren und schaue, was ich passend für meine Gaststätte übernehmen kann", verrät Horst-Jürgen Engel. Die Zeit, das alles umzusetzen, ist jedoch sehr begrenzt. "Das alles neben dem Tagesgeschäft ausarbeiten zu können, ist nicht immer einfach. Es bedarf auch einer gewissen Erfahrung", sagt Chefkoch René Windecker.

Das Sachsenhofstüberl setzt auch außerhalb der Speisekarte Akzente. In den Sommermonaten werden kleine Konzerte auf dem Theatervorplatz veranstaltet. Immer donnerstags treten regionale Künstler auf. "Der Biergarten mit extra Bestuhlung sowie die Treppe des angrenzenden König-Albert-Theaters sind immer voll besetzt. Die Konzerte kommen bei den Leuten sehr gut an", so Engel. Diesen Monat sorgten unter anderem Künstler wie die Brezel Brass Band, Kraizdaquer oder die Böhmischen Bengel mit Boogie und Blasmusik für Stimmung. "Wir Gastronomen müssen über den Tellerrand schauen, um den Leuten was bieten zu können. Es ist aber auch eine Möglichkeit, gleichzeitig etwas zur Kultur in Bad Elster beizutragen", sagt Engel, der seit vier Jahren auch die Waldquelle am Naturtheater betreibt, jedoch mit anderem Konzept und Ausrichtung. Engel selbst bezeichnet es als stilvolles Landhaus mit gehobener Küche.

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