Sanierung ohne neue Kegelbahn

Turnvater-Jahn-Halle: Rat in Adorf beschließt Plan

Die Turnvater-Jahn-Halle in Adorf soll 2020/21 ohne Neubau einer Kegelbahn saniert werden. Auf diese Planungsvariante hat sich der Adorfer Stadtrat am Montagabend mehrheitlich verständigt. Der denkmalgeschützte Bau aus dem Jahr 1905 soll für 3,43 Millionen Euro saniert und mit einem dreigeschossigen rückwärtigen Anbau versehen werden. Wegen der Größenordnung der Planungsmaßnahme müssen diese Leistungen europaweit ausgeschrieben werden. Gegenüber der Vorstellung der Pläne im Mai wurde die Kegelbahn verworfen. Diese allein würde fast zwei Millionen Euro kosten, was wegen weiterer Großvorhaben in der Stadt wie Perlmutterzentrum oder Ärztehaus nicht finanzierbar sei. Zudem gebe es für Kegelbahnen kein akzeptable Förderung - und aus der Verwaltung heißt es, "Nutznießer dieser gewaltigen Investition ist nur eine kleine Gruppe der Bevölkerung" und "es ist nicht absehbar, dass Vereine anderer Städte nach Adorf kommen". Die letzten beiden Punkte sah Mariechen Bang (CDU) kritisch, vermisste eine breite öffentliche Diskussion der Pläne. Indes sprach sich selbst Stefan Wolf (CDU) als aktiver Kegler gegen die Kegelbahnidee aus. Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) konterte Bangs Aussagen. "Man muss das Wünschenswerte vom Machbaren trennen, das ist ihr Satz, denn habe ich mir gemerkt." (hagr)

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