Sanierung startet: Größte Kita der Stadt zieht in frühere Schule

Die Oelsnitzer Kindertagesstätte Am Stadion sitzt schon fast auf gepackten Koffern. Warum das Exil im Stadtteil Voigtsberg auf vier Jahre festgelegt ist.

Oelsnitz.

Nach der gerade abgeschlossenen Sanierung der Kindertagesstätte Sperkennest packt die Stadt Oelsnitz das nächste Kindertagesstätten-Großprojekt an: die Generalsanierung der Kita Am Stadion. Anders als im Sperkennest können die Arbeiten in der mit 220 Kindern größten städtischen Betreuungseinrichtung nicht bei laufendem Betrieb stattfinden. Die Kita zieht das Gebäude frei. Die rund 100 Hortkinder kommen in der benachbarten Grundschule unter. Die 120 Krippen- und Kindergartenkinder ziehen in die frühere Lernförderschule im Stadtteil Voigtsberg. Das großzügige Schulgebäude, das zuletzt leerstand, wurde in den vergangenen Monaten für seine Nutzung als Kita auf Zeit flottgemacht. Knapp 600.000 Euro - ohne einen Cent Förderung - ließ sich das die Stadt kosten. Im Januar will Oberbürgermeister Mario Horn (CDU) die renovierte Schule präsentieren.

Der bevorstehende Kita-Umzug ist ein logistisches Mammutprojekt. "Die ersten Kisten sind gepackt", sagt Kita-Leiterin Silke Riedel. Das Drehbuch für den Umzug liegt beim zuständigen Sachgebietsleiter im Rathaus, Rico Nieckels. "Alles ist genau durchgesteuert", sagt er und ist optimistisch, dass die Aktion reibungslos über die Bühne geht.

Die Kindergartenkinder können sich in der früheren Schule durchaus häuslich einrichten. Denn sie bleiben vier Jahre im Gebäude. Zwei Jahre sind indes nur für die Kita-Sanierung veranschlagt. Warum dennoch solange? Das hängt an der benachbarten Grundschule Am Stadion, die direkt im Anschluss an die Kita ebenfalls runderneuert wird. Die Grundschüler werden dabei ihr Ersatzquartier für zwei Jahre im dann nagelneuen Kita-Gebäude finden. Erst wenn die Schule fertig ist, ziehen beide Einrichtungen wieder in ihre festen Gebäude. Dann steht mutmaßlich schon das Jahr 2025 am Kalender. Eine ganze Kindergartengeneration wird deshalb die einstige L-Schule als ihren Kindergarten erleben. Die Bedingungen dort stufen alle Beteiligten indes als ideal ein.

Rund sieben Millionen Euro sind für die Sanierung von Kita und Grundschule Am Stadion inklusive Turnhalle veranschlagt. Zwei Drittel des Geldes kommen aus dem Bundesprogramm Stadtsanierung Ost, in das die Stadt Oelsnitz mit dem Neubaugebiet aufgenommen wurde. Neben den beiden Kindereinrichtungen soll auch die Vogtlandsporthalle vom Fördertopf profitieren. Dach Fassade und Parkett stehen auf der Vorhabenliste. Ab 2023 könnten dort die Handwerker anrücken, so Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank. Auch die Otto-Riedel-Straße und die Paul-Apitzsch-Straße will die Stadt im Zeitraum bis 2025, solange läuft das Programm, erneuern. Der Fokus liege jetzt aber erst einmal klar bei den beiden Kindereinrichtungen, so Zollfrank. Erst wenn die in der Spur sind, will die Stadt weitere Vorhaben schärfen.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...