Sanitärauftrag 34 Prozent teurer als kalkuliert

Gymnasium Oelsnitz: Ausschuss verzichtet auf erneute Ausschreibung

Oelsnitz.

Ein weiterer Auftrag für Sanierung und Teilumbau des Julius-Mosen-Gymnasiums in Oelsnitz ist vergeben worden. Der Bau- und Vergabeausschuss des Vogtlandkreises beauftragte die ortsansässige Firma Morgner Heizung-Bäder-Dach mit Sanitärarbeiten. Der Auftrag umfasst die komplette Erneuerung des Leitungssystems für Kaltwasser und Abflusssystem sowie alle sanitären Anlagen, inklusive Lüftung.

Allerdings liegen die Kosten deutlich höher als erwartet. Nach Angaben von Tilo Gruschwitz, Sachgebietsleiter Hochbau im Landratsamt, wurde der Auftrag für eine Bruttoangebotssumme von 326.000 Euro vergeben. Damit liegen die Kosten 34 Prozent über der Kalkulation. Dieser Preis entspreche der gegenwärtigen Marktlage, erklärte er. Wegen der nach wie vor sehr guten Auftragslage im Hochbaubereich ging nach der Auftragsausschreibung nur dieses eine Angebot ein. Daher sei damit zu rechnen, "dass eine erneute Ausschreibung kein wirtschaftlicheres Ergebnis erzielen wird", sagte Tilo Gruschwitz. Zugleich schlagen in den Kalkulationen coronabedingt höhere Material- und Personalkosten durch. Auch die lange Bauzeit bis 2022 erschwere für Firmen die Kalkulation.

Im Unterschied zum Hochbau ist die Auftragslage beim Tiefbau aus Sicht der Firmen bereits jetzt schwieriger und aus Sicht der Auftraggeber entspannter. Bei der ebenfalls im Ausschuss beschlossenen Vergabe eines Radweg-Abschnittes in Plauen wurde der Zuschlag an eine Firma erteilt, die 15 Prozent unter der Kalkulation der Kreisbehörde geblieben war. Auch hatten sich einige der größten Tiefbaufirmen beteiligt, für die Radwege ansonsten eher unattraktiv sind.

Das Gymnasium Oelsnitz wird für knapp 3,3 Millionen Euro saniert und zum Teil umgebaut. Der Vogtlandkreis als Träger des Gymnasiums kann mit 93 Prozent Förderung rechnen. Im Schulgebäude werden nach Angaben der Kreisbehörde kleinere bauliche Raumänderungen vorgenommen. Zusätzlich wird auch ein Aufzug eingebaut. Nach Ende der Sanierung - geplant Spätsommer 2022 - geht die Schule in die Trägerschaft der Stadt über.

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