Schönbrunner Bürger machen gegen Raserei mobil

Anlieger schalten wegen Sicherheit der Kinder erneut Gemeinderat ein

Schönbrunn.

In Sorge um die Sicherheit der Kinder in der Ortsdurchfahrt Schönbrunn hat sich Michael Michael an den Gemeinderat Bösenbrunn gewandt. Er verwies auf immer mehr Kinder im Ort, starken Lkw-Verkehr an der Hauptstraße unter anderem durch Laster zum und vom Steinbruch Bösenbrunn sowie Verkehr, der mit zu hohem Tempo unterwegs ist. Sein Wunsch sei, dass sich der Gemeinderat in die Diskussion einbringt, etwa zu Ideen von Verkehrsinseln an den Ortseingängen oder einem Zebrastreifen am Dorfplatz. "Ein fester Blitzer ist wohl nicht zu finanzieren", meinte Michael zu einer Möglichkeit, die aus seiner Sicht gegen Raser in der Ortsdurchfahrt helfen würde.

"Ich kann das gern ansprechen", reagierte Bürgermeister Berthold Valentin (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn) auf den Vorstoß in der Bürgerfragestunde der öffentlichen Ratssitzung - und machte zugleich wenig Hoffnung. Er verwies auf die Aussagen der öffentlichen Verkehrsschau im Frühjahr 2020, die auch am Dorfplatz Schönbrunn stattfand. Dabei sei es auch um solche Punkte gegangen, wie sie der Schönbrunner nun ansprach. "Weder die Polizei noch die Untere Verkehrsbehörde sieht Handlungsbedarf", betonte Valentin. Auch um Tempo 30 sei es gegangen, so der Bürgermeister auf Anfrage. Er regte an, dass die Bürger ihre Vorstellungen zu mehr Verkehrssicherheit zu Papier bringen. Auf dieses Schreiben könnten sich dann die zuständige Behörden schriftlich äußern, so Valentin. Nicht außer Acht gelassen werden dürfe auch, dass die Hauptstraße in Schönbrunn bereits über einen Fußweg verfügt, sagte der Bürgermeister zu "Freie Presse". Das sei nicht bei jeder Ortsdurchfahrt so.

Wünsche und auch Forderungen Schönbrunner Bürger zur Verkehrssicherheit in der Ortsdurchfahrt gab es immer wieder. Ein Tempolimit 30 im Bereich des Dorfplatzes lehnten zuständige Behörden ab. Ihre Argumentation: Gut einsehbare, ausgebaute Straße, kein Unfallschwerpunkt, ausreichende Ausschilderung, Verkehrsspiegel vorhanden. Die Debatte erhielt neue Nahrung, als Ende Oktober 2010 ein damals elfjähriger Junge beim Überqueren der Hauptstraße von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Dass einer der drei standortfesten Blitzer, die Oelsnitz kauft, nach Schönbrunn kommt, ist nach "Freie Presse"-Informationen ausgeschlossen. Es wurden drei Standorte an Stadtausfahrten festgelegt.

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