Schönecker können am Eingang zum Stadtpark Muskeln testen

Die höchstgelegene Stadt des Vogtlands feierte ihr Heimatfest. Ein Höhepunkt im Programm war die Einweihung eines Bewegungsparcours des Kneipp-Vereins.

Schöneck.

Mal schauen, mal ausprobieren - und staunen: Es ist doch ein gutes Zeichen, wenn eine Neuerung schon auf Zuspruch stößt, noch bevor sie offiziell für die Benutzung freigegeben wird. Auf dem Balanceteller waren Fußspuren nicht zu übersehen, ebenso wenig auf dem Balancierbalken und der Slackline. Drei von acht Stationen, auf denen sich Schönecker und natürlich auch Gäste der Stadt von sieben Jahre bis egal wie alt testen können, was in den Bizeps und Bauchmuskeln steckt, wie es um das Gleichgewicht und die Geschicklichkeit, um das Koordinationsvermögen und die Kraft in den Beinen bestellt ist. Wenn sich dabei Reserven zeigen, ist der Bewegungs- parcours am Eingang zum Stadtpark bestens geeignet, um durch häufiges Training - sprich: Benutzung - Abhilfe zu schaffen und dem Hüftspeck zu Leibe zu rücken.

Der Bewegungsparcours - ein ambitioniertes Projekt, an dem die Mitglieder des Kneipp-Vereins schon seit drei Jahren gearbeitet haben - ist Realität geworden. Die Freude war deshalb Dr. Gregor Döring, dem Vorsitzenden, am Samstag anzusehen: "Der Parcours bedeutet eine wichtige Erweiterung der ganzjährigen Angebote, zu denen Wanderungen, Nordic Walking, Kurse und thematische Vorträge gehören. Sie werden auch von Auswärtigen sehr gut angenommen, genauso von Wanderern das Kneipp-Becken an der Talstation in der Skiwelt. Gedacht ist der Parcours nicht nur für unsere Mitglieder, sondern für alle, die sich fit halten und etwas für ihre Gesundheit tun wollen".

Gekostet hat die neueste Schönecker Errungenschaft rund 56.000 Euro. Aus eigener Kraft hätte der Kneipp-Verein die Summe nicht aufbringen können. Möglich war das nur über eine 90-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm.

"Zur Zwischenfinanzierung haben wir als Stadt dem Verein mit einem Kredit geholfen", so Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU). Für sie bedeutet der Bewegungsparcours einen ersten Schritt "und er ist ein guter Anfang" für die weitere sinnvolle Nutzung des Stadtparkes. "Im 'Stadtanzeiger' haben wir deshalb vor einem Monat einen Aufruf gestartet. Für Vorschläge und Ideen, egal welcher Art, sind wir dankbar und offen. Zu prüfen ist zu gegebener Zeit, was machbar ist und sich auch finanziell realisieren lässt. Wir hoffen, dass nach der Urlaubszeit die Resonanz auf den Aufruf noch zunimmt."

Neben der offiziellen Eröffnung des Bewegungsparcours war der Blaulicht-Tag ein weiterer Höhepunkt beim Heimatfest im Stadtpark. Vor Ort luden am Samstagnachmittag Bergwacht, freiwillige Feuerwehr und Polizei zum Schauen, Anfassen und Mitmachen ein. So bestand unter anderem die Möglichkeit, eine komplette Montur anzulegen, so wie sie Polizisten im Dienst tragen, oder Jungen und Mädchen konnten sich mit Beamtenhilfe einen Anstecker als "Kinder- kommissar" anfertigen.


Der Schönecker Kneipp-Verein

Gegründet wurde der Kneipp-Verein 2004. Bis 2015 leitete Peter Zeidler die Geschicke, seither führt der Arzt Dr. Gregor Döring den Verein. Stellvertreter sind Dr. Christine Lorenz, Bürgermeisterin Isa Suplie und Doreen Baumann. Der Verein zählt derzeit rund 170 Mitglieder.

Seit 2007 ist die Schönecker Kindertagesstätte "Sonnenwirbel" als "Vom Kneipp-Bund anerkannte Kinder- tagesstätte" zertifiziert.

2009 hat die Stadt ein Entwicklungskonzept vorgestellt, das den Weg vom staatlich anerkannten Erholungsort zum Kneipp-Kurort ebnen sollte. Dazu wäre auch der Bau eines Kurmittelhauses notwendig. Dafür gibt es bislang scheinbar keine Förderung.

2012 wurde bei der Talstation der Skiwelt eine Kneipp-Anlage eingeweiht, deren Bau rund 90.000 Euro kostete. Auch dazu waren damals Fördermittel geflossen.

Auch 2018 bietet der Verein Kurse und Wanderungen an, so eine Floßgrabenwanderung von Muldenberg nach Schöneck am 26. August oder "Rund um Zwota" am 10. September. (tm)www.schoeneck.eu

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