Schornstein der Viola in Adorf soll fallen

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Die 60 Meter hohe Esse soll gesprengt werden. Das ist die wirtschaftlichste Lösung. Zuvor stehen Geländeruntersuchungen an.

Adorf.

Vor dem ab 2024 geplanten Bau eines neuen Parkplatzes an der Freiberger Straße in Adorf sollen das frühere Heizhaus und der 60 Meter hohe Schornstein der einstigen Produktionsgenossenschaft Viola abgerissen werden. Für die Esse ist eine Sprengung, bei der der Schornstein nach Westen kippt, die Vorzugslösung, erklärt Matthias Kreul vom Plauener Büro Öko-Plan.

Für die Sprengung der Esse wird mit Kosten von 10.000 Euro gerechnet. Zur Vorstellung der Parkplatzpläne im Technischen Ausschuss des Stadtrates verwies Kreul auch auf zwei mögliche Alternativen. Eine wäre, den Schornstein per Kran und unter Nutzung eines Kettenbaggers abzuknabbern. Diese Lösung wäre mit gut 25.000 Euro nicht nur deutlich teurer, sondern mit dem Einsatz hydraulischer Verlängerungen auch anspruchsvoll. Als dritter Weg zur Beseitigung des Schornsteins gilt eine sogenannte Faltungssprengung in mehreren Ebenen. "Das ist aber komplett unwirtschaftlich und der organisatorische Aufwand immens", schließt der Planer diese Variante gleich aus. Insgesamt ist bei einer sehr groben Kostenkalkulation von 1,28 Millionen Euro für den Abbruch von Schornstein und Heizhaus eine anteilige Summe von 180.000 Euro kalkuliert.

Bevor der Abrissbagger auf das Gelände an der Freiberger Straße rollt und die Sprengstoffexperten ihres Amtes walten, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Für den Abbruch des ehemaligen Heizhauses muss ein Altlastengutachten angefertigt werden - um genau zu wissen, wie hoch das Schadstoffaufkommen ist und was der Abriss damit tatsächlich kostet. Den Auftrag für das Gutachten hat der Technische Ausschuss des Stadtrates zu einem Angebot von 9100 Euro an das Ingenieurbüro Geo-Analytik aus Schönheide im Erzgebirge vergeben. Nach den Worten von Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) wird es für die Untersuchung fünf Bohrungen auf dem Gelände geben. Für den Neubau des Parkplatzes ist außerdem ein Baugrundgutachten erforderlich. Den Auftrag dafür erteilten die Abgeordneten für 5700 Euro an das Ingenieurbüro Geo Service Glauchau. Vier Firmen waren für den Auftrag angefragt worden.

Adorf will den Parkplatz mit 49 Pkw-Plätzen sowie Stellflächen für Busse und Wohnmobile bauen, um die Parksituation in der Innenstadt zu entlasten sowie Stellflächen für Besucher des geplanten Erlebniszentrums Perlmutter zu schaffen. Es entsteht auch ein öffentliches WC.

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