Schützenhaus steht auf der Abschussliste

Das frühere Kulturhaus an der Adolf-Damaschke-Straße soll abgerissen werden. Doch was passiert hinterher mit der Fläche?

Oelsnitz.

Hier wurde gefeiert, getanzt, gelacht. Doch zuletzt hat sich der Zustand des seit Jahren leerstehenden Schützenhauses in Oelsnitz deutlich verschlechtert. An eine Wiederbelebung des Gebäudes dachte schon lange niemand mehr. Schon eher bestand unter Oelsnitzern die Sorge, dass sich in zentraler Lage an den Sportstätten ein dauerhafter Schandfleck etabliert. Diese Sorge kann der Oelsnitzer Stadtrat am heutigen Mittwoch (Beginn 18 Uhr, Ratssaal) vom Tisch nehmen. Das Gremium entscheidet über den Ankauf des Gebäudes, um es in der Folge abzureißen. Auf einen Preis von 72.000 Euro haben sich Stadt und Schützenhaus GmbH geeinigt.

Kauf und Abriss dürften mehrheitsfähig sein. Viel spannender sind jedoch die daraus resultierenden Fragen, wie sie Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank formuliert: "Wie gehen wir mit der Fläche um? Wie soll es dort hinterher aussehen?" Diese Frage ist derzeit noch offen. Die Antwort hängt davon ab, wie die Stadt das gesamte Gebiet entwickeln will. "Auch der Lindenpark gehört dazu. Das gehört alles zusammen", sagt Zollfrank und will es der Reihe nach angehen. Wann ein möglicher Abriss erfolgen kann, steht dabei noch nicht fest.

Die künftige Gestaltung des Areals ist eng verknüpft mit möglichen Entwicklungsplänen für die Sporthallen und dem Stadion. Dieses Thema wird im neuen Sportstättenkonzept behandelt, das die Stadträte ebenfalls am heutigen Mittwoch erstmals in die Hand bekommen. Dem Papier liegt eine tief greifende Analyse zugrunde, aus der Investitionsvorhaben für die Zukunft abgeleitet werden sollen. Ein Beschluss ist Ende März vorgesehen.

Das Gebäude an der Adolf-Damaschke-Straße hat eine lange Geschichte hinter sich. Zu DDR-Zeiten war es Volkshaus und Kreiskulturhaus. Nach der Wende wurde es als Schützenhaus neu eröffnet. Ab Mitte der 1990er Jahre war dort die Diskothek "Funtastic" untergebracht, über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt als "Fun". Ein weiteres Jahrzehnt ab 1999 hieß der Laden "Magic". Seit dessen Aus steht es leer. Im Jahr 2013 hatte offenbar ein Fitnessstudio Interesse. Konkretes wurde daraus jedoch nicht.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...