Sechs Pferde ziehen die Nikolaus-Kutsche

Zu einem Sondereinsatz rückte der Bärtige am Sonntag mit drei Engeln aus und überraschte Kinder.

Markneukirchen.

Die Kinder sind zappelig, tollen herum, um sich wenigstens etwas warm zu halten. Immer wieder schauen sie in die Richtung, aus der er kommen soll. Dann wird er von einem Späher entdeckt: Da kommt er, da kommt er! Langsam rollt eine sechsspännige Kutsche heran. Glöckchen bimmeln, Nikolaus zupft seinen langen weißen Rauschebart zurecht und steigt mit leisem Stöhnen vom Kutschbock. Mit ihm drei Engel. Ganz dicht trauen sich die Jungen und Mädchen nicht heran. Sie begrüßen die Weihnachtsboten und werden von ihnen mit Süßigkeiten und kleinen Präsenten beschenkt. Als alle Kinder bedacht sind, steigen der Nikolaus und seine Engel wieder auf, Kutscherin Curley-Sue schnalzt mit der Zunge und die Pferde traben weiter, schließlich warten andere Kinder auch schon ungeduldig.

Dass der Nikolaus eine ganze Stadt aufsucht, war eine ungewöhnliche und vor allem gelungene Überraschung. Christin und Sylvia Meinel hatten die Idee dafür: "Kein Weihnachtsmarkt und auch viele andere Sachen fallen aus. Da wollen wir den Kindern wenigstens auf diese Weise ein bisschen Glück bringen." Damit stießen die beiden Frauen auf offene Ohren und erhielten Unterstützung. Nicole Pöllmann und ihre Tochter Curley-Sue aus Gopplasgrün schmückten die Kutsche und spannten sechs Tinder-Pferde ein, Denis Herold verwandelte sich in den Nikolaus, seine Töchter Lara und Lena in Engel. Von Gopplasgrün aus ging die Fahrt nach Erlbach und weiter durch Markneukirchen. Ob am Kinderheim Tannenmühle, auf dem Lindenplatz, am Rudolf-Thiele-Bad, am Busbahnhof oder vor dem Rathaus - überall wurde die Nikolauskutsche sehnlichst erwartet. Weil der Andrang so groß war, harrten die Kinder an der nächsten Station geduldig aus.

Zwar war die Fahrt eine private Initiative, ohne Unterstützung für verteilte Überraschungen wäre sie aber so nicht möglich gewesen. Christin und Sylvia Meinel: "Wir haben Hilfe von Gewerbetreibenden, Privatpersonen und der Stadt erhalten. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken." Die Kinder taten es auf ihre Weise: mit glänzenden Augen, hier und da einem Lied oder selbst gebastelten Bild für den Nikolaus.

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