Seilbahn: Stadtchef lässt alte Idee neu aufleben

Thomas Hennig bringt Vision für den Aschberg wieder ins Gespräch - Neustart für Tourismusverein gescheitert

Klingenthal.

Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) hat eine touristische Vision für Klingenthal: Eine Seilbahn von der Talstraße über den Kamerun bis zum Aschberg - mit Anbindung an die Skischaukel in Schwaderbach/Bublava. Das hatte er jüngst zur Festveranstaltung anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Stadtrecht" deutlich gemacht. Damit soll das touristische Angebot ausgebaut werden. Als Talstation möglich wäre das Areal der zum Abriss stehenden Mewa-Fabrik.

Der Oberbürgermeister greift damit eine Idee auf, die bereits den langjährigen Stadtrat Klaus Grimm (Freie Wähler) und Hennigs Amtsvorgänger Reiner Schneidenbach (1999-2010) beschäftigten.

Grimm verfolgte die Idee einer Seilbahn hinauf auf den Aschberg. Am 31. Dezember 1995 wurde dazu von einer eigens gegründeten Firma sogar ein entsprechender Antrag gestellt, den die Stadt und der Landkreis befürworteten. Da es zeitgleich Initiativen für den Bau des Aussichtsturmes auf dem Aschberg gab, fiel die Entscheidung letztlich für dieses Projekt. Der Turm wurde im Sommer 1999 eingeweiht.

Das Projekt einer Seilbahn von Klingenthal hinauf auf den Kamerun und weiter nach Böhmen brachte 2007 Schneidenbach gemeinsam mit dem damaligen Handel-, Gewerbe- und Tourismusverein Klingenthal/Zwota ins Gespräch. "Wir müssen die Höhenzüge um die Stadt in die touristische Entwicklung einbeziehen", sagte er damals im Gespräch mit "Freie Presse". Die Finanzierungsmöglichkeit sah er über einen privaten Investor. "Den ganzen Freizeitsportbereich nach Mühlleithen zu verlagern, hat der Stadt selbst nichts gebracht", hatte Schneidenbach schon 2003 konstatiert.

2017 löste sich nach 27-jähriger Existenz der Handel-, Gewerbe- und Tourismusverein Klingenthal/Zwota auf. Vor wenigen Tagen erst scheiterte der Versuch, in Klingenthal eine neue Interessenvertretung für die Tourismusbranche zu gründen. (tm)

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