Seydel-Open 2018: Publikum katapultiert Slowaken zum Sieg

Mit einer faustdicken Überraschung endete gestern der Klingenthaler Mundharmonika-Wettbewerb. Jury und Publikum lagen diesmal in der Meinung weit auseinander.

Klingenthal.

Martin Broza aus der Slowakei heißt der Sieger des Mundharmonika-Wettbewerbs Seydel-Open 2018. Der junge Mann, der zum ersten Mal das Festival in Klingenthal erlebt, holte sich den Sieg vor Katrin Spesny aus dem hessischen Wölfersheim und Rainer Hustemeier aus Beckum.

Zwei Frauen und 14 Männer aus Deutschland, Luxemburg, der Slowakei und den USA hatten sich gestern, begleitet von den House- rockers, der Jury um Olaf Böhme, Martin Fetzer und Ben Bouman (Niederlande) gestellt. An die 100 Fans lockte das Musik-Spektakel am Nachmittag in das Zelt auf dem Marktplatz.

Den Ausschlag für den Sieg des Slowaken gaben die Stimmen aus dem Publikum, die anteilmäßig in die Wertung einflossen. Auf fast genau der Hälfte der 43 abgegebenen Stimmzettel fand sich Martin Broza auf Platz ein, während ihn die drei Juroren eher im Mittelfeld einordneten. Deren Favorit war der aus den USA stammende und in der Nähe von Stuttgart lebende Bruce Wharton. Dieser belegte am Ende den undankbaren vierten Platz. Der Klingenthaler Jürgen Just, der wieder Blues auf der chromatischen Mundharmonika spielte, sicherte sich Rang sechs.

Gestern Abend wurde die 18. Auflage von "Mundharmonika live" auch offiziell eröffnet. Heute gibt es neben Führungen und Kurzworkshops bei C. A. Seydel Söhne ab 13.30 Uhr einen Familiennachmittag im Festzelt und 15 Uhr das Galakonzert mit dem Quartett Fata Morgana (Niederland), ehe 20 Uhr die musikalische Live-Nacht in neun Gaststätten in Zwota, Klingenthal und Mühlleithen beginnt.


Die Sieger bei Seydel-Open

2007: Ingo Grefer aus Hamm; 2008: Martin Fetzer aus Oelde/ Münsterland;

2009: Christian Vogt aus Heilbronn; 2010: Vazul Mandli aus Italien;

2011: Sanni Jansen aus den Niederlanden;

2012: Bruno Laube aus Kreischa bei Dresden;

2013: Peter Volksdorf aus Marburg; 2014: Bruno Laube;

2015: Maria Grimmer aus Leipzig; 2016: Steve Müller aus Klingenthal;

2017: Dieter Reinberger aus Schriesheim in der Pfalz. (tm)

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