Sieger kommt aus Brasilien - Publikumspreis nach Frankreich

Gelungene Premiere: Beim Internationalen Akkordeonwettbewerb lagen Jury und Zuschauer in ihrer Meinung meilenweit auseinander. Das macht die Sache interessant.

Klingenthal.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Internationalen Akkordeonwettbewerbs in Klingenthal stellt Brasilien einen Sieger: Gustavo Aliandre de Almeida gewann am Mittwochabend das Finale der Virtuosen Unterhaltungsmusik - vor der Chinesin Dantong Wang und Diego Gatte aus Frankreich.

In der Akkordeonszene hat der junge Brasilianer schon einen Namen. So war er 2016 beim Coupe Mondiale, der Weltmeisterschaft des Akkordeonweltverbandes CIA, in Rostov am Don (Russland) Gewinner der Junioren-Kategorie bei der Virtuosen Unterhaltungsmusik, 2017 in Osimo (Italien) war er Vize-Weltmeister.


Mit dem Erfolg des Brasilianers war eine weitere Premiere verbunden. Erstmals konnten in Klingenthal auch die Besucher über ihren Favoriten entscheiden. Dafür wird der Publikumspreis vergeben.

Und Jury und Publikum lagen in ihrem Urteil meilenweit auseinander. Von den über 100 Besuchern des Finales gaben 81 ihre Wertung ab. Den Publikumspreis, der am morgigen Samstag beim Preisträgerkonzert übergeben wird, geht nach Frankreich. Anaïs Bessieres gewann mit 23 Stimmen vor dem Russen Atrem Tertjakov (18) und Dantong Wang (13). Gustavo Aliandre de Almeida (11 Stimmen) lag in der Publikumsgunst auf Rang vier, gefolgt von Eglé Bartkevičiūte aus Litauen und Diego Gatte aus Frankreich.

Interessant dabei ist, dass es im vergangenen Jahr eine ähnliche Entscheidung in Klingenthal gegeben hatte. Auch damals erwarteten etliche Zuhörer die Französin Anaïs Bessieres zumindest unter den drei Preisträgern. Sieger 2018 wurde Radu Ratoi aus Moldawien vor Diego Gatte und Eglé Bartkevičiūte.

Aus dieser Geschichte heraus war letztlich die Idee für einen Publikumspreis geboren worden. Der Förderverein für die Internationalen Akkordeonwettbewerbe hatte auf seiner Sitzung im Juni 2018 beschlossen, einen solchen Preis beim Wettbewerb 2019 erstmals zu vergeben. Das Preisgeld von 250 Euro wird dabei zu einem großen Teil über Spenden finanziert.

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