Skiwelt: Stadtrat kippt Kühlturm-Kauf

Die Investition in die Skiwelt wurde voriges Jahr beschlossen. Der neu gewählte Rat meldet jedoch Gesprächsbedarf an.

Schöneck.

Mit neun Stimmen der Freien Wähler und der AfD gegen sieben Stimmen der CDU-Fraktion und Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) hat es der Stadtrat Schöneck am Montag abgelehnt, den Auftrag für einen Kühlturm für die Skiwelt an die Firma Demaclenko GmbH aus Telfs in Tirol/Österreich zu vergeben. Mit dem Kühlturm sollte das Wasser für die Schneekanonen abgekühlt werden, um die Pisten der Skiwelt schneller künstlich beschneien zu können. Laut Vorlage sollten sich die Kosten für das Vorhaben auf rund 187.000 Euro belaufen. Knapp 112.000 Euro stehen als Fördermittel bereit, der Eigenanteil der Stadt läge bei gut 75.000 Euro.

Bereits vor zwei Jahren hatten CDU und Freie Wähler die "Anschaffung von Pistenpräparations-, Beschneiungs- und Liftrettungstechnik zur Verbesserung touristischer Angebote im staatlich anerkannten Erholungsort" beschlossen. Mit der Ablehnung stelle man sich nicht gegen die touristische Entwicklung der Stadt, betonte Ralf Jäkel, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. Es gebe aber nach einem Gespräch mit der Bürgermeisterin sowie der Beratung am 30. September im Technischen Ausschuss erhebliche Diskussionen um die Sinnhaftigkeit des Vorhabens.

Die Bürgermeisterin verwies darauf, das bereits rund 30.000 Euro für Planungsleistungen geflossen seien. Sie befürchtet zudem, dass es seitens der Firma eine Schadenersatzforderung geben könnte. CDU-Fraktionsvorsitzender Sven Baumann verwies darauf, dass mit der Ablehnung Wettbewerbsnachteile gegenüber dem Skigebiet in Erlbach beim Beschneien der Pisten und dem Start in die Saison entstehen können. In der Folge damit verbunden sind nach den Worten von CDU-Stadtrat Peter Zeidler auch Einnahmeverluste für die Skiwelt.

Aus dem 2017 beschlossenen Maßnahmepaket wurde bereits die Anschaffung von Beschneiungsanlagen und einem Pistenpflegegerät für die Skiwelt realisiert. Vom Erwerb eines Liftrettungsgerätes für 70.000 Euro wird laut Bürgermeisterin abgesehen, da es dafür bislang kein EU-Zertifikat gibt.

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