Skurriles Weihnachtsstück: Akteure mit Beifallssturm gefeiert

Markneukirchener Gymnasiasten haben das Musical "Schrille Nacht - ein Weihnachtsalptraum" präsentiert. Den Schauspielern gelingt eine leidenschaftliche Aufführung.

Bad Elster.

Am Donnerstag schlug der Corona-Hammer zu: Ab Montag, also heute, müssen alle Theater den Betrieb einstellen. Und damit auch das in Bad Elster. Ganz schlimm ist dieser Fakt nicht zuletzt für jene Besucher, die sich auf eine der bis zum nächsten Wochenende insgesamt 16 geplanten Vorstellungen von "Schrille Nacht - ein Weihnachtsalptraum" gefreut hatten. Nur sechs seit Freitag bis Sonntag waren noch möglich und das auch nur unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben: Tragen von Mund-Nase-Masken oder Schutzvisieren im gesamten König-Albert-Theater einschließlich von den Mitwirkenden auf der Bühne, dazu größtmöglicher Sicherheitsabstand.

Keine guten Vorzeichen und Bedingungen also. Wer - wie in diesem Fall bei der Vorstellung am Samstagabend - vermutet hatte, dass die rund 70 Schüler deshalb Frust schieben und in ihrer Spielfreunde gebremst sein würden, der sah sich gründlich getäuscht. Sie brachten die skurrile Geschichte tänzerisch, dargestellt und gesungen mit Temperament, Kraft, Kreativität und Farbenpracht so gekonnt und leidenschaftlich auf die Bühne, wie man es vom Musischen Profil des Gymnasiums Markneukirchen auch schon bei den anderen Musicals in den vergangenen 25 Jahren gewohnt war. Die Geschichte? Jack, der als König des Spuks und Zeremonienmeister des Grauens den Menschen zu Halloween Schrecken einjagt, ist dessen überdrüssig geworden. Er sucht nach einer neuen Herausforderung und findet sie durch Zufall im Weihnachtsfest. Es zu verstehen, zu leben und zu zelebrieren - dabei verrennt sich Jack immer mehr, sieht sich an den Grenzen seiner Kräfte. Viel Beifall gab es schon für Soli und einzelne Tänzen, am Ende geriet er zu einem Sturm - und ohne Zugabe kamen die Darsteller nicht davon.

Ob die ausgefallenen zehn Vorführungen nachgeholt werden können, steht derzeit noch nicht fest. Michael Straube, einer der Projektleiter, gibt sich vorsichtig optimistisch: "Wir werden auf jeden Fall alles versuchen, in Absprache mit der Chursächsischen Veranstaltungs Gesellschaft mögliche Termine zu finden. Das wäre wichtig für die mitwirkenden Schüler und natürlich auch alle Besucher, die durch die Absagen nicht in den Genuss kamen, das Musical zu erleben."

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    1
    Asser
    02.11.2020

    Toll, was die Jungend da macht - Markneukirchen kann stolz sein!