Sohler Kinder freuen sich über neuen Spielplatz am Naturbad

Mit dem jetzt freigegebenen Areal hat das Naturbad ein neues Schmuckstück bekommen. Neu ist auch die Palisadenumrandung an der Rutsche.

Sohl.

Der Elsteraner Bürgermeister Olaf Schlott und der Sohler Ortsvorsteher Christian Warnecke hatten die Worte zur Eröffnung noch gar nicht nicht Mund genommen, da tummelte sich schon ein Dutzend Kinder auf der Nestschaukel, nahm die Kletterkombination und das Rutschenhäuschen in Beschlag. Was ein untrügliches Zeichen dafür war, wie sehr sie sich über die neueste Errungenschaft im Sohler Naturbad freuten. Man muss wahrlich kein Prophet sein: Sofern es das Wetter zulässt und unabhängig vom Wochentag - der Spielplatz wird nicht verwaist sein. Wie heißt es doch so schön: Kinderlachen ist Zukunftsmusik.

Das Naturbad in Sohl gibt es seit 1959, als in einer Gemeindevertretersitzung beschlossen wurde, so eine Anlage zu bauen. Zum Badeteich, der in ein Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken unterteilt war, gehörten neben einem Vorwärmbecken auch Umkleideräume, "Abortanlage", seit 1983 eine Kegelbahn sowie ein Volleyballfeld und ein Imbissgebäude. Schon zu DDR-Zeiten diente der Badeteich den Sohlern und Gästen als beliebtes Freizeitgelände, wo unter anderem Dorffeste stattfanden.

Zwischen 1990 und 1994 wurde eine Filteranlage zur Verbesserung der Wasserqualität installiert und ein Klettergerüst - gestiftet 1993 vom Fremdenverkehrsverein - errichtet. Nach umfassender Sanierung wurde das Naturbad 1996 neu eingeweiht. In den vergangenen zwei Jahren wurden einige Bereiche des Areals saniert. Dazu gehören die Palisadeneinfassung des Wasserbeckens an der Rutsche, eine Wasseraufbereitungsanlage, eine Zaunanlage sowie die Dächer des Funktionsgebäudes. Nach den Worten von Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) hatten diese Maßnahmen ein Gesamtvolumen von rund 91.000 Euro und wurden mit 72.800 Euro gefördert. Hat sich in den letzten 61 Jahren rein äußerlich viel verändert, das jedoch blieb unverändert: Das Naturbad ist täglich geöffnet und der Eintritt frei. Und: Seit Anfang an stammt das Wasser aus dem sogenannten "Gründel". Es ist so sauber, dass der Badeanzug weiß bleibt, wenn man mit einem weißen Badeanzug ins Wasser gestiegen ist.

Ein neuer Spielplatz musste sein, auch deshalb weil bei einer Überprüfung festgestellt wurde, dass das vorhandene Spielgerät erneuerungswürdig ist. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Spielgeräte für rund 11.400 Euro angeschafft, zuzüglich 2.600 Euro an Materialkosten für den Aufbau. Den nahmen das Team des Bauhofes und sein Leiter Andreas Porkert vor.

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