Sommerkonzert für Adorf in 10.000 Metern Höhe vereinbart

Esther Lange war die Flugbegleiterin für Christine und Ernst Süßdorf auf dem Flug nach Teneriffa. Nun spielt sie die Harfe im Konzert am Samstag in der Michaeliskirche.

Adorf.

"Man sieht sich immer zweimal! - was gemeinhin als Drohung gilt, hatte im Fall der jungen Leipziger Harfenistin Esther Langer und des Vereins Klassische Musik Adorf eine viel angenehmere Bedeutung. Das Sommerkonzert "Bach und die Moderne" am morgigen Samstag in der Michaeliskirche ist einer Wiederbegegnung und netten Gesprächen 10.000 Meter über dem Meer geschuldet. Denn kennengelernt haben Christine und Ernst Süßdorf die Harfenistin, als sie mit Condor nach Teneriffa flogen.

"Neugier war schon oft die Triebfeder, Menschen anzusprechen", erzählt Christine Süßdorf, Vorsitzende des Klassikmusikvereins. Nicht anderes erging es ihr vor zwei Jahren. Mit dem gemeinsamen Ziel Kanaren kreuzten sich die Wege der Vogtländer und der Flugbegleiterin, die die Süßdorfs als "hübsch, jung, sympathisch" kennenlernten. Im Gespräch kam heraus, dass die Flugbegleiterin einen Hauptberuf hat - früher Harfenistin beim Gewandhausorchester in Leipzig, nun freischaffend tätig. "Eigentlich wollten wir da schon Nägel mit Köpfen machen, sie zu einem Konzert nach Adorf einladen. Doch wir verloren uns aus den Augen", so Christine Süßdorf. Aber es gab die zweite Chance. Im März dieses Jahres flogen die Vogtländer mit der gleichen Fluglinie nach Teneriffa. Wieder an Bord - Esther Langer. Diesmal wurde nicht lange gefackelt und in 10.000 Meter besprochen, dass die Harfenistin im Sommer 2019 in Adorf spielen wird.


Die aus dem Rheinland stammende, in Düsseldorf und Frankfurt ausgebildete Esther Langer gestaltet das neue Programm "Bach und die Moderne" nicht allein, sondern bringt einen Musikerkollegen mit ins Vogtland: Dominik Schulz, seit Oktober vorigen Jahres Solofagottist der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und zuvor Akademist am Gewandhausorchester sowie an der Musikalischen Komödie/Oper Leipzig tätig. Der gebürtige Stuttgarter spielt im Leitzinger Bassoon Quartet, arrangiert und komponiert unter anderem für die New Yorker Philharmoniker und Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons.

Das Programm "Bach und die Moderne" bezieht sich zum einen auf die Sonate g-moll (Bachwerkverzeichnis 1020), die als eines von drei Stücken vor der Pause erklingen wird. Zugleich aber gehört der Abend Komponisten aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Dazu zählen zum einen im zweiten Programmteil Astor Piazzollas "Histoire Du Tango" sowie die "Around the Clock Suite" der US-amerikanischen Harfenistin Pearl Chertok (1918 bis 1981). Zur Eröffnung des Abends erklingt das 1988 veröffentlichte "Circle Music III" für Fagott und Klavier der US-Komponistin und Musikpädagogin Cindy McTee, gefolgt von der "Contemplation" aus der Feder der französischen Harfenistin Henriette Renié (1875 bis 1956). Das Programm ist bewusst so gestaltet, dass die Zuhörer die Facetten und technischen Möglichkeiten der Harfe erhören können. Esther Langer wird das Programm moderieren und durch den Abend führen.

Das Konzert "Bach und die Moderne" beginnt am morgigen Samstag, 19 Uhr in der Michaeliskirche Adorf. Karten gibt es vorab für 15 Euro im Museum Adorf, Ruf 037423 2247 sowie unter 037423 2729 und 0151 42875325. An der Abendkasse kosten Karten 17 Euro.

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