Sorgenkinder Straße und Häuser: Markneukirchens CDU hakt nach

Wann kommt der Bau der Kreuzung Bayerische Bierstube, wie geht es mit drei Gebäuden weiter? Der öffentliche Vorstoß der Union ärgerte andere Räte.

Markneukirchen.

Im Markneukirchner Stadtrat sind sich Abgeordnete der CDU und der Freien Wähler in die Haare geraten. Auslöser war ein Vorstoß von CDU-Rat Marcus Stowasser, der zur Haushaltsplanung Auskunft von der Stadt wollte: Kreuzung Bayerische Bierstube, Haus Straße des Friedens 15, Musikhalle, Häuser Bismarckstraße 7/9. André Worbs (Freie Wähler) schmeckte das gar nicht. "Den Haushalt hatten für den nichtöffentlichen Teil. Dann sollte es auch so bleiben. Oder alle reden öffentlich", wollte Worbs den Eindruck vermeiden, nur die CDU mache sich Gedanken, wie es in der Stadt weitergeht.

Worbs' Bitte an den parteilosen Bürgermeister Andreas Rubner, eine Entscheidung zu treffen, verhallte. Christoph Uebel (CDU) versuchte, die Wogen zu glätten. "Mit Haushaltsplanung mag das ein wenig unglücklich formuliert sein. Es sind aber alles keine Themen, die mit dem Haushalt 2020 zu tun haben, sondern die Wiederholung von Anfragen vor längerer Zeit. Ich sehe da wirklich kein Problem", betonte er. Das hatte offensichtlich auch die Stadt nicht - Stichwort Bau Kreuzung Bayerische Bierstube. "Die drückt viele Markneukirchner, sagt Stowasser. Wenn ein erfahrener Bürgermeister das in seiner Amtszeit anpacke, für 2021 Planungen begonnen und Mittel eingestellt werden, so sei das aus seiner Sicht von Vorteil. "Ein Vertragsangebot für die Planung ist angefragt und wir haben auch vor, Geld für die Planung einzustellen", antwortete Rubner.

Für die frühere Eisdiele (Straße des Friedens 15) wollte Stowasser wissen, ob das Haus zu kaufen ist, und wenn ja, zu welchem Preis. Ziel müsse sein, den weiteren Verfall zu stoppen. Rubner erinnerte daran, dass der Stadtrat 2015 den Kauf für 8000 Euro abgelehnt habe. Aktuell gebe es einen Interessenten, der sich das Haus anschauen wolle. "Das wollen wir abwarten und danach müssen wir uns einig werden, ob wir es kaufen wollen", sagte Rubner.

Zu den Häusern Bismarckstraße 7/9 hatte Stowasser nachgehakt, was es kosten würde, sie zu sanieren und wieder bewohnbar zu machen. Eine Schätzung von 2011 lag für den Gesamtausbau bei Nr. 7 bei 618.000 Euro, für Nr. 9 bei 645.000 Euro, sagte Frank Silling von der Bauverwaltung im Rathaus. Bei Preissteigerungen laut Index von 22,5 Prozent seither muss die Stadt inzwischen mit bis zu 1,5 Millionen Euro rechnen.

Die Debatte zur Musikhalle, die im Rat mehrfach eine Rolle spielte, greift "Freie Presse" separat auf.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.