Spielplatz-Investitionen hängen in Warteschleife

Markneukirchen geht beim Fördergeld für die Plätze in Eubabrunn und im Neubaugebiet leer aus. Im Herbst gibt es aber einen Anlauf für Arbeiten 2020.

Markneukirchen.

Eine Absage in Sachen Spielplätze hat die Stadt Markneukirchen Anfang Juli kassiert. Die Kommune hatte Fördermittel aus dem Programm Leader für den ländlichen Raum für Investitionen auf den Spielplätzen in Eubabrunn und im Neubaugebiet beantragt. In Eubabrunn stand dabei eine Summe von 32.000 Euro im Raum, im Neubaugebiet waren es 25.000 Euro, sagte Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) auf Anfrage. Aber das Geld im Fördertopf reichte für Markneukirchens Pläne nicht - der Löwenanteil ging an einen Antrag aus dem Plauener Umland. Nun soll im Herbst der Förderantrag erneut gestellt werden, um 2020 zum Zuge zu kommen, erklärte Rubner.

Dass an den Spielplätzen etwas getan werden muss, ist nicht zu bestreiten, so das Stadtoberhaupt. "Der Zustand von vielen ist nicht sehr gut." Nach und nach sollen die neun Spielplätze an die Reihe kommen, im Haushalt ist eine feste Summe eingestellt, um vor allem die Instandhaltung - Tausch von Sand, hier und da neue Spielgeräte - am Laufen zu halten. Dies reicht bei manchen Plätzen aber nicht, räumt Rubner ein. Daher auch der Antrag für größere Investitionen. Gegen Kritik, die Stadt tue an Spielplätzen nichts oder zu wenig, wehrt sich der Verwaltungschef indessen. "Wir haben zum Beispiel am Spielplatz im Schwimmbad was gemacht. Der ist sehr frequentiert", verweist Rubner auf den Ersatz der kaputten Pumpe und mehr Beschattung. Zudem wurden eine neue Wippe aus Spenden finanziert, die alte war kaputt. Im Mai war auf Initiative des FDP-Ortsverbands eine Doppelwippe in Breitenfeld aufgestellt worden - das siebente Spielgerät in Stadt und Ortsteilen in den vergangenen Jahren, das auf Initiative der Liberalen auf Spielplätzen aufgestellt wurde.


Vor wenigen Tagen hatten weiß-rote Flatterbänder für Diskussionen gesorgt, mit denen Geräte auf dem Spielplatz Neubaugebiet abgesperrt waren. "Wir waren das nicht", sagt Rubner - der Bauhof entfernte die Absperrung. Für den Platz hat sich die Gruppe "Hand in Hand" gegründet, die das Gelände zusammen mit Anwohnern allen Alters, mit Stadt, Firmen und der Wohnungsbaugenossenschaft Musikwinkel zum Mehrgenerationenplatz umgestalten will. Eine Unterstützung etwa durch den Bauhof mit Technik sei jederzeit möglich, kündigt Rubner an.

Generell setzt er auf stabile, langlebigere Spielgeräte, auf Stahl statt Holz. Aber es gibt Ausnahmen: Der Eubabrunner Spielplatz etwa wird zielgerichtet an Wochenenden von Familien angefahren, die das Gelände, die ruhige Atmosphäre und die Ausführung der Spielgeräte in Holz schätzen, weiß Rubner. "Spielgeräte müssen auch vom Typ hierher passen. Da können wir von Holz nicht weggehen", ist er trotz des höheren Erhaltungsaufwands überzeugt.

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