Staatsbäder wollen Albertbad aufpolieren

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) besucht heute Bad Elster und Bad Brambach. Die Stimmung dabei dürfte gut sein. Denn nach Millionen für die Soletherme will der Freistaat weiter investieren.

Bad Elster.

Im unter Denkmalschutz stehenden Albertbad in Bad Elster steht die Generalsanierung an. Die ist für nächstes Jahr geplant, wie Gernot Ressler als Geschäftsführer der Sächsischen Staatsbäder auf Anfrage von "Freie Presse" informiert. "Wir wollen uns für die Zukunft gut aufstellen und insbesondere in moderne Technik für die Badewasseraufbereitung investieren", erklärte er. Nach 20 Jahren Betrieb der Badelandschaft sei die Sanierung jetzt planmäßig dran.

Drei Monate muss das Bad im Therapie- und Wohlfühlzentrum für die Bauarbeiten schließen. Die Beherbergungsbetriebe im Kurort seien bereits über die Einschränkungen für ihre Gäste informiert. "Wir werden in der Zeit die Soletherme in den Fokus unseres Angebots rücken", sagt Ressler. Zusätzlich soll es aber auch einen Shuttle-Service zum Bad nach Bad Brambach geben.

Die Ausgaben für neue Badewassertechnik und die Sanierung im Albertbad ist Teil eines geplanten Investitionspakets der Sächsischen Staatsbäder für kommendes Jahr und 2020. Das geht aus dem Entwurf für den neuen Doppelhaushalt des Freistaats hervor, der vorige Woche erstmals der Vollversammlung des Landtags vorgestellt wurde. Mehr als 26,5 Millionen Euro sind laut Plan für Investitionen des Staatsbetriebs in den kommenden zwei Jahren angesetzt. Das wären insgesamt knapp zehn Millionen Euro mehr, als voriges und dieses Jahr an Zuschüssen für Investitionen in die Staatsbäder im oberen Vogtland floss. Gernot Ressler bestätigt auf Anfrage die Summe und wertet die geplanten Zuschüsse als positives Zeichen aus Dresden. Details zu den Plänen des Unternehmens, die über die vorgesehenen Baumaßnahmen im Albertbad hinausgehen, will er vorerst aber nicht herausgeben.

Die Staatsbäder am Rand des Vogtlands entwickeln sich seit der Eröffnung von Soletherme und angrenzendem Vier-Sterne-Hotel in Bad Elster 2015 positiv und konnten auch dieses Jahr im ersten Halbjahr bei den Gästezahlen weiter zulegen. Bislang weilten mehr als 39.000 Übernachtungsgäste in den Kurorten. Gegenüber des Vorjahrs ist das erneut ein Plus von 3,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Kamenz jetzt veröffentlichte. Mehr als 350.000 Übernachtungen buchten Touristen und Kurgäste allein in den beiden Orten. Laut Gernot Ressler haben sich die Umsätze seines Unternehmens seit Bestehen der Sole-therme und des neuen Hotels mehr als verdoppelt. Das gibt Rückhalt für neue Investitionen.

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