Stimmenkönigin ist neue zweite Stellvertreterin des Stadtchefs

Die CDU ist weiter stärkste Kraft im Klingenthaler Stadtrat. Die Freien Wähler und Pro Klingenthal haben zugelegt und die meisten Stimmen eingefahren. Warum eine Wählervereinigung sich nicht um einen Stellvertreter-Posten bewarb.

Klingenthal.

In der noch jungen Großen Kreisstadt Klingenthal hat sich am Mittwochabend der neugewählte Stadtrat zur konstituierenden Sitzung getroffen. 18 Stadträte wurden vom Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) vereidigt. Zur ersten Herausforderung für den neuen Stadtrat sollte die Wahl der beiden ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters werden. Schon im Vorfeld der Sitzung war Uneinigkeit durchgesickert.

So kam es auch. Die CDU hat ihren erfahrenen Stadtrat Gerhard Nöbel, der zur Wahl 380 Stimmen erhielt, ins Rennen um den 1. Stellvertreter geschickt. Und Carsten Förster, Fraktionsvorsitzender von Pro Klingenthal, der 1035 Stimmen erhielt, erklärte, warum er sich nicht zur Wahl stellt. Nach seinen Worten wäre er schon bereit gewesen, dieses ehrenvolle Amt zu bekleiden. Er hat die zweithöchste Stimmenzahl bei der Wahl bekommen. Laut Förster sind die CDU und die Freien Wähler aber der Meinung, dass die stärkste Fraktion und der Kandidat mit den meisten Stimmen diese Ämter ausfüllen müssen. Damit sah er die Wahl schon im Vorfeld als entschieden an, hat darauf verzichtet und sorgte für eine nichtöffentliche Abstimmung. Auch Peter Vodel (Freie Wähler), der bisherige 2. Stellvertreter, sieht den "Bürgerwillen mit Füßen getreten. Wer Stellvertreter werden soll, hat die Stimmenzahl zur Kommunalwahl gezeigt."


Dann wurde gewählt: Gerhard Nöbel mit 12-Ja und einer Nein-Stimme zum 1. Stellvertreter, Judith Sandner mit 13-Ja, vier Nein- und einer Stimmenthaltung zum zweiten Stellvertreter. Sie war zur Wahl die Favoritin der Klingenthaler und bekam 1119 Stimmen.

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