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Sting-Musical feiert am Samstag im Vogtlandtheater Premiere

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Für die Inszenierung von "Das letzte Schiff" braucht das Plauener Theater ein Großaufgebot an Schauspielern und Mitwirkenden. Generalintendant und Regisseur Dirk Löschner erklärt vorab, wie dieses Problem gelöst wurde.

Plauen.

Für die Aufführung des 2014 entstandenen Werkes vom einstigen Police-Sänger Sting benötigt das Theater Plauen-Zwickau nicht nur viel Personal. Es müssen auch viele verschiedene Orte dargestellt werden: die Werft, Wohnungen der Werftarbeiter, das Pub. Das macht normalerweise viele Umbauten während des Stückes nötig, die wiederum Zeit kosten. Am Samstag um 19.30 Uhr hat die Inszenierung im Vogtlandtheater Premiere.

Er sei kein Freund vieler Umbauten, weil die das Publikum in den dafür nötigen Pausen aus der Stimmung herausreißen, die zuvor aufgebaut worden ist, meint Generalintendant Dirk Löschner, der mit dieser Inszenierung zugleich seinen Einstand als Regisseur gibt. Christopher Melching, am Theater zuständig für Bühne und Kostüme, hatte die Lösung. "Wir arbeiten mit Bühnenwagen", berichtet der gebürtige New Yorker. Die verschiedenen Räume seien auf diesen Wagen installiert und brauchen dann nur verschoben zu werden. Auch das bei einer Aufführung des Musicals im tschechischen Brno vor zwei Jahren zum Einsatz gekommene große Orchester nimmt in Plauen keinen Platz weg. Denn stattdessen spielt eine Band, "so wie sich das für Sting gehört", ergänzt Melching. Er hatte im Jahr 2020 zusammen mit Dirk Löschner eine Aufführung von "The Last Ship", so der Originaltitel, im Nachbarland besucht. Die beiden dachten damals schon an eine Aufführung in Deutschland.

Das Theater Plauen-Zwickau braucht für dieses Stück aber nicht nur Platz, sondern auch ausreichend Schauspieler und Mitwirkende auf der Bühne. "Zu unserem Ensemble gehören jetzt aber nur noch neun Schauspieler", so der Generalintendant. Zwei Mitglieder der Schauspielsparte wurden an die neue und vergrößerte Kinder- und Jugendsparte abgegeben. Also wurden für das anstehende Musical drei Gäste engagiert: Sabrina Pankrath, Susanne Rögner und Oliver Koch. Weil dies noch nicht ausreichte, gibt es zudem eine Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Sachsen, von der junge Künstler hinzukommen. Zudem waren Plauener auf- gerufen, in einem Chor mitzuwirken. Das Interesse sei groß gewesen und daher habe man auswählen müssen. Entstanden sei der Plauener Theaterchor - "eine wunderbare Ergänzung", schwärmt Dirk Löschner.

Service Tickets für die Premiere (Restkarten) und die weiteren Vorstellungen gibt es an der Theaterkasse sowie online. Wer mehr Materialien zu "Das letzte Schiff" haben will, kann sich ebenfalls auf der Internetseite des Theaters umschauen und dort eine PDF-Datei mit Fotos der Industriestadt Wallsend, einem Interview mit Sting und andere Infos herunterladen.

www.theater-plauen-zwickau.de


Darum geht's im Stück

Das Stück handelt von Werftarbeitern in der englischen Industriestadt Wallsend, die gegen den Willen der Werftleitung ein von ihnen begonnenes Schiff zu Ende bauen. Das Geschehen auf der Bühne sei "Klassenkampf in Reinkultur", ordnet der neue Theaterchef ein. Das Musical sei aber mitreißend und es gebe kein Schwarz und Weiß. Es gebe Konfliktparteien, wo man nicht sagen könne, das sind die Guten und das sind die Bösen. (pa)

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