Straßenbau: Kurort setzt den Rotstift an

Die Sanierung der Alten Straße in Schönberg wird teurer als geplant. Wie Bad Brambach den Bau dennoch stemmen will.

Schönberg.

Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Die Gemeinde Bad Brambach kommt auch bei der Sanierung der Alten Straße in Schönberg nicht mit dem geplanten Kostenrahmen hin. Hatte das Planungsbüro Granetzny noch mit 72.000 Euro brutto kalkuliert, lagen die beiden zur Ausschreibung eingegangenen Angebote erheblich höher. Das wirtschaftlichste belief sich auf 90.300 Euro, ein zweites gar auf fast 114.000. Fakt: Die Pauschale, die der Kurort für die Arbeiten einsetzt, reicht hinten und vorn nicht. "Wie finanzieren wir die Lücke?", wollte Abgeordneter Andreas Zuber (Zukunft für Bad Brambach) im Gemeinderat wissen.

Nach Ansicht von Bürgermeister Maik Schüller (parteilos) gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Eine davon: Es werden nicht 355 Meter kaputte Straßenoberfläche abgefräst und mit neuer Deckschicht versehen, sondern nur 280 Meter. Dann wäre zwar das Geldproblem vom Tisch, aber ein anderes entstanden - ein Stück sanierte Straße fehlt. "Das ist nicht so toll", verwarf Schüller diese Variante. Sein Vorschlag: Die Gemeinde verwendet die alten Straßenpfosten wieder und lässt zudem den Garten- und Landschaftsbau nach der Sanierung weg. Das würde die Kosten samt der Planungsleistungen auf etwa 81.000 Euro drücken, rechnete er vor. Bei diesem Kostenansatz sei eine geringe zusätzliche Ausgabe der Gemeinde kein Problem, signalisierte Kämmerin Constanze Wünsche Entgegenkommen. Otto Fischer (CDU) brachte die Vereinbarung eines Pauschalpreises ins Gespräch. Auch könnte die Gemeinde den Bau eng begleiten und einschreiten, sollte der gesetzte Kostenrahmen überschritten werden, regte Schüller an. Der Rat folgte einstimmig seinem Vorschlag. Damit kann die Firma UTR, die 90.300 Euro bot, den Auftrag für den Abschnitt zwischen Kreisstraße und dem Ortseingang erhalten.

Die Alte Straße wird aus zwei Fördertöpfen saniert. Die Arbeiten an einem anderen Abschnitt - hier ging es um Beseitigung von Hochwasserschäden - hatte bereits im Sommer die Firma Erd- und Tiefbau Ebersbach aus Oelsnitz erhalten.

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